Verfasst am 10.10.2010 22:52:16 Uhr Die Frankfurter Buchmesse 2010 ist erfolgreich beendet Eigentlich wollte ich hier schöne Urlaubsgrüße aus der Mongolei absetzen. Aber ob ich dorthin jemals komme oder verreisen will, das lass ich mal so offen als indirekten vermutlich unerfüllbaren Wunsch stehen. Zu meiner Ersatzbefriedigung konnte ich viele nett und phantasievoll gekleidete Mangas sehen, die mir beim letzten Besuch der Leipziger Buchmesser erstmals aufgefallen waren. Mein Freund Dietrich meinte, dass bei manchen eine exhibitionistische Neigung vorhanden sein müsse. Tatsächlich bedeutet eine "Ausstellung" auf Englisch dann ja auch "Exhibition". Die eine geht halt gerne als Karnevalsprinzessin, die andere gerne als Weinkönigin, die nächste gerne als Manga-Engel, wieder eine andere fiebert dem Abschluss- oder Tanzball entgegen und last but not least möchte irgendwann als Braut im Brautkleid präsentieren. Erwähnenswert fand ich eine bildhübsche Mongolin in ein farbenfrohes traditionelles Gewand gekleidet, dass einem virtuell das Herz lachte. Zum Glück konnte sie weder Deutsch noch Englisch, sondern nur als schöner Blickfang dienen. Dort gab es Ansichtskarten/Fotos aus der Mongolei, leider nur käuflich, weswegen es hier also keinen Urlaubsgruß von mir gibt. Dagegen wirkte bei dem heutigen schönen goldigen verkaufsoffenen Oktobertag die Bekleidung der Gießener Krämermarktbesucher richtig depressiv. Man hatte es mir prophezeit und tatsächlich, spätestens ab der Mittagspause des letzten Ausstellungstages begannen in Frankfurt die Aussteller mit dem Abräumen ihrer Bücher und Verstauen ihrer Ausstellungsware. Ab diesem letzten Ausstellungstag können von Privatkunden auch Bücher käuflich (zum reduzierten Preis) erworben werden. Fragen oder Handeln kann sich lohnen. Manche Ausstellungsware wird auch verschenkt. Ich hatte mir vorsichtig nur die Eintrittskarte für 1 Besuchstag gekauft, weil nicht alle Wunschländer für mich auf der Buchmesse-Webseite http://de.book-fair.com online recherchable waren. Vermutlich war ich am letzten Freitag dafür zu blöd oder zu müde gewesen. Doch die gestern vor Ort unerwartet entdeckten Ausstellerländer brachten meinen Plan durcheinander, so dass ich der Buchmesse heute ein zweites mal einen Besuch abstattete. Fast hätte die online-Recherche heute früh zu lange gedauert und ich wäre nur zum sogenannten Stubendurchgang gekommen, um die ordentlich leer geräumten Regale abnehmen zu können. Hätte ich die gleichen Erfahrungen wie auf der letzten Leipziger Buchmesse gemacht, wäre ich sicherlich nicht ein zweites Mal auf die Frankfurter Buchmesse gefahren. Es war hier in den mich interessierenden Hallen nicht so eng wie in Leipzig gewesen und das Messepersonal vieler Aussteller aus Osteuropa konnte meistens wenigstens Englisch oder auch Deutsch. In Leipzig konnte man sich damals traditionsgemäß am besten mit Russisch über die osteuropäischen Verlagsprogramme informieren. Bereits vor ca. 36 Jahren hatte unsere Schulklasse (mit mir als Schüler) zur Frankfurter Buchmesse fahren wollen, doch dieser Klassenausflug fiel leider aus. Hiermit habe ich ihn nachgeholt. Es hat sich gelohnt. (dp)(1h) archiviert (tbid3325###.##392): (dp) 10.10.2010 (+0,15h(flagcounter)) | ||||||