Verfasst am 12.01.2010 22:06:21 Uhr Wenn mich jemand sucht, ich sitze im Schmollwinkel Schon immer habe ich mir überlegt, warum manche in Depression verfallen. Auch Tiere entwickeln unnormale Zustände. Ganz besonders unnormal ist der störrische Esel, der fast katzengleich nur das zu machen versucht, was ihm passt. Nur der Mensch hat sich überlegt, dass es vorteilhaft wäre, wenn er sein Verhalten gegen eine Entschädigung ändert. Dabei steckt es schon im Wort, dass ihm Schaden zugefügt werden wird. Er nimmt diesen manchmal "nur" seelischen Schaden hin, weil das Leben ausser Sonne, Wind und Regen auch Vaters- oder Gottessegen, ja auch noch Geldsegen verspricht: "ei, wenn ich ganz invalide bin, kann ich ja noch zum Onkel Doktor oder Psychiater gehen und mich wieder kurieren lassen." Oder: "wenn ich aber dann in Rente bin, dann fängt mein Leben an!" Früher zogen die Menschen in den Krieg, damit sie endlich mal auf Staatskosten in die Fremde kamen. Und da durften sie sogar Beute machen, was im eigenen Land ja Diebstahl und damit strafbar wäre. Also habe ich frustriert beschlossen, meine Einsiedelei heute nicht zu verlassen und mich mit Arbeit zuzumüllen, bis mir die Augen zufallen. Ein anderer würde sich mit Drogen vollpumpen, ein dritter sich in der Disco volllärmen lassen. Wiederum ein anderer würde in ein Gotteshaus gehen und solange dort herumsitzen, bis der Küster käme, um ihn vor die Tür zu setzen. Ein Wellensittich würde sich die Federn auszupfen. Das Phänomen ist immer das gleiche, nur die Nebenwirkungen sind unterschädlich. Wer bringt dem Wellensittich bei, er möge lieber in das Gotteshaus fliegen und dort den deprimierten Gottesanbeter mit seinen engelhaften Flugübungen ablenken? (z.B.: Lit.1», Lit.2», Lit.3») Ich finde es sozial viel verträglicher, sich bei Unzufriedenheit in sein Schneckenhaus zurückzuziehen und sich Zeit zu nehmen, zum Nachdenken und zur Entspannung. Nur sollte man sich das Ziel setzen, bei der nächstbesten Gelegenheit dort wieder herauszukommen, denn es ist Gewiss, dass die Gelegenheit kommen wird, nur wann, dass weiß nur Gott! Warum versuchen manche Zeitgenossen auf diesem Globus, andere mit ihrer eigene Unzufriedenheit anzustecken? Wo fordert irgendein Gott irgendeiner Religion, dass wenn es einem selbst nicht gut geht, möge es dem anderen auch nicht gut gehen? (dp)(0,5h) archiviert (tbid3209.646): (dp) 12.01.2010 (+0,2h (+favicon +flagcounter +w3c_LiCh +2navi)) | ||