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Verfasst am 04.10.2009 23:56:15 Uhr
Korrektur meines Slowenisch-Übersetzungsentwurfs - Teil1

Die Wege Gottes müssen nicht verstanden werden. Sie führten mich die vergangen Tage nicht immer dorthin, wo ich wollte. Aber trotzdem können sie einem neue Arbeit verschaffen, die sich für andere dann wieder lohnen kann. Weil die Abfahrten der Hamburg-Lübecker Autobahn mit Staus in Richtung Mecklenburg verstopft waren, fuhr ich nur ins Saturn/Apcoa-Parkhaus nähe Hbf.Lübeck und schaute mir die herrliche Altstadt (Weltkulturerbe) an. Überall in Niedersachsen und Hessen soll es am 02.10.2009 geregnet haben. Aber in der Hansestadt an der Trave war ein fast wolkenloser Himmel. Das verleitete mich für 3EURO Eintritt über einen Lift im Kirchturm auf die Aussichtsplattform der ev.lutherischen St.Petri-Kirche (ohne Stühle) und etwas später in eine große Buchhandlung. Dort fand ich ein dickes Slowenisch-Deutsches Kompakt-Wörterbuch von Pons (Ernst Klett Verlag) mit einer sehr umfangreichen Vokabelsammlung und einem Grammatikteil, der das wichtigste enthält, was man zum Übersetzen so braucht. Von der Qualität entspräche es einem Slowenisch-Handwörterbuch von Langenscheidt, wenn es so eines geben würde.

Ich möchte wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht ausführlicher werden, ausser:
  • die Sprachen Russisch und Slowenisch (und vermutlich noch weitere slawische Sprachen) gleichen sich in vielen Systematiken, z.B.:
    • die maskulinen Akkusativformen unterliegen ähnlichen Ausnahmeregeln bzgl. belebten und unbelebten Objekten
    • auch das Slowenische kennt imperfektive und perfektive Aspektformen bei Verben (siehe (bei Russisch): TB_2009-09-14Beitrag1.html)
    • im Slowenischen gibt es auch zwei Fälle, die nur zusammen mit Präpositionen gebildet werden: der "Instrumental-Fall" und der "Lokativ", womit meine Vermutung bestärkt wird, dass man den im Russischen als "Präpositiv" bezeichneten Fall auch als "Lokativ" bezeichnen könnte.
Und das erste Wort in dem Titel "Untersuchungen" (dts.) = "investigatons" (engl.) ist mit "preiskave" (slo.) nicht gut genug übersetzt, weil dieses slowenische Wort eher eine "juristische Durchsuchung / Überprüfung / Ermittlung" als eine "wissenschaftliche Untersuchung / Forschung" bedeutet (Translito.com schlägt vor:
"študija" (slo.) = "Studie" (dts.), "raziskava" (slo.) = "Forschung" (dts.)
). Nach meinem neuen "Pons Kompaktwörterbuch Slowenisch" (PKB) sind "wissenschaftliche Untersuchungen" (dts.) = "raziskave" (slo.). Jedoch hatte ich im Originaltext ja "... ermittelte pKk ..." stehen und deswegen kann dort "... preiskan pKk ..." bis zur besseren Erkenntnis stehen bleiben.

Falls ich im Text "wurde untersucht" stehen habe (1.Satz, 8.letzter Satz), so ist auch dieses Verb einer Slowenisch-Überprüfung zu unterziehen (unerledigt!):
"(wissenschaftlich) untersuchen" (dts.) = "raziskovati" (imperf.Asp.); "raziskati" (perf.Asp.)(slo.)
"(ärztlich, juristisch) prüfen/untersuchen" (dts.) = "preiskovati" (imperf.Asp.); "preiskati" (perf.Asp.)(slo.)

An den roten Buchstaben ist zu erkennen, wie bei diesen beiden Wörtern die imperfektiven Formen gebildet werden. Der Einschub von "ov" ist hier aber nur eine spezielle Möglichkeit. Es gibt auch slowenische Verben, die in beiden Formen gleichlautend sind und man als Nichtslowene bei ihnen von der Schriftform her keinen Unterschied feststellen kann. Da ist noch viel zu recherchieren. Sicherlich werde ich "demnächst" (falls man in meinem Fall einen Zeitraum von Jahren akzeptiert) noch mehrere unpassende Übersetzungen in meinem ersten Slowenisch-Entwurf finden, denn nun traue ich mir eine Verifizierung zu. Dies war bisher mangels Grammatik und ausführlichem Wörterbuch unmöglich.
(dp)(1h)

Linksammler: Fortsetzung folgt
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