Verfasst am 04.08.2009 13:14:08 Uhr Mit dem polyglotten Wiki-Wörterbuch brahmi-syrisch-aramäisch unterwegs auf der Seidenstraße nach Laos Jetzt ist drpagel.log.ag ganz ausgeflippt! Soeben vor einer Stunde hatte ich eine gute Wikipedia-Idee "Wikidict" entdeckt: eine Welt-Landkarte und darauf mit Fähnchen markiert, wo in welchem Erdteilgebiet das Suchwort wie heisst. Ob die Fähnchen alle richtig platziert sind, kann ich jetzt nicht überprüfen. Dabei entdeckte ich, dass mein Rechner noch kein Laotisch wiedergeben konnte. Wird das Wort "Salz" mit Herkunft "Deutsch" in das Suchformular eingegeben, zeigt Wikidict nur 3 Verweise an, in denen das Wort Salz vorkommt, nicht jedoch die Übersetzungen dazu:
Nun habe ich dazugelernt, dass die Laotische Schrift der Thailändischen ähnelt. Auch seien beide Sprachen so verwandt, dass der Laote das Thailändisch gut, andererseits aber der Thailänder das Laotische schlecht verstehen kann. Auch über die Romanisierung (Lateinschrift-Transliteration bzw. -Transskription) dieser Sing-sang-Tonsprache hat man sich ausgiebig gedanken gemacht. Die Schrift gehört zum Typ der Brahmi-Schriften. Bei der Fontsuche musste ich feststellen, dass google zu dem von mir falsch eingetippten Fontnamen 'Seysettha OT' keine Vorschläge machen konnte. Richtig schreibt er sich mit "ay", also 'Saysettha OT'. Was haben die Japaner eigentlich nicht? Das Angebot von freien TTF- und anderen Fonts scheint dort riesig zu sein und die Webseite www.wazu.jp kann auf englisch gelesen werden. Sogar eine große Auswahl von Syrisch-Aramäischen Fonts wird feilgeboten, welche ausdrücklich nicht unter dem Begriff "Arabic", sondern "Syriac" zu finden sind. Nun erfahre ich noch, dass es ein Syrisch-Institut in Jerusalem gibt, welches diese große Schriftauswahl ins Netz gestellt hat. Wegen der Lizenz möchten die Lizenzgeber gerne wissen, für welche Company oder welches Institut man diese braucht. Kein Eintrag in dieser Rubrik ergibt eine Fehlermeldung und verschließt einem den Zugang zur Downloadseite. Ich habe da mal "private" (engl. für (dts.:) "privat") eingetragen. Da bin ich aber mal gespannt, was auf der melthofonts.1.21.zip alles so drauf ist:
Als nette Beigabe zur Fontsammlung gibt es eine Dokumentation 'melthoguide.doc'. Hier erfährt man, dass OTF ("open type font") ein TTF ("True Type Font") sei, geeignet um eigene Fonts unter den Regeln des TTF zu entwerfen. Vielleicht macht mal jemand einen von-links-nach-rechts-Font? Das wäre doch wieder eine Schriftevolution zur Harmonisierung mit den meisten anderen Schriften der Welt. Ein palästinensisches gespiegeltes "pe" gibt es ja dazu schon. Weiter erfährt man auf einer "about syriac"-Seite, dass ab dem 7.Jahrhundert n.Chr. eine Vokalisation in die syrisch-aramäische Schrift eingeführt wurde. Vorher wurden nur Konsonanten als Erinnerungshilfe niedergeschrieben. Erstaunt bin ich, dass sogar die Mongolische Schrift ihre schöpferischen Ursprünge in der syrischen hat. Sie wurde von Genghis Khan im 12.Jahrhundert installiert. Ihre Bedeutung bis hin nach China und Indien hatte die syrische Schrift wegen der damals berühmten Seidenstraße und der Ausbreitung des Christentums in der Semitischen Welt. Linksammler:
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