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Verfasst am 05.06.2009 12:42:20 Uhr
Familiennamen im Wandel der Zeit

Soeben fühle ich die Nähe der deutschen Namenslogik zur slawischen Namenslogik. Wir kennen den Herrn Murksow und seine Frau Murksowa aus Slawien. Falls sie nach Deutschland eingebürgert werden wollen, heissen sie vielleicht beide z.B. Herr und Frau Murks, Murkso, Murksov, Murksow oder Murksau.

Nun fand ich soeben in einem Geburtsregister (Geburtsmatrik) aus einem Kirchenbuch aus dem Egerland 1812, dass zu einem Herrn Soundso ein Eheweib Frau Soundsoin gehört. Als Relikt ist uns noch die "in"-Endung in den Berufsbezeichnungen wie z.B. Koch, Köchin, Bürgermeister, Bürgermeisterin, Minister, Ministerin, Kanzler, Kanzlerin, Präsident, Präsidentin, Lehrer, Lehrerin usw. erhalten, nur haben schlaue Emanzipierte festgestellt, dass Frau Köchin eigentlich doppeltgemoppelt ist und gefordert, Frau Koch müsste reichen.

So fordert denn auch Frau Dr.Silvana Koch-Mehrin auf Plakaten zur jetzigen Europawahl2007, dass sich die Arbeit wieder lohnen soll. Darunter versteht vermutlich
  • ein untergebener Arbeitnehmer, nach der Wahl "mehr" "in" der Lohntüte haben zu können und
  • ein unternehmender Arbeitgeber, dass ihm nach der Wahl abzüglich der Lohnkosten "mehr" "in" seiner Betriebsvermögenstruhe verbleiben könne
Ob Frau Dr.Koch-Mehrin im Falle eines Scheiterns ihres Wunsches auf das Namensend-"in" verzichtet, glaube ich eher nicht. (dp)(0,35h)
archiviert (tbid2757.548): (dp) 28.06.2009 (+0,1h (+favicon +flagcounter +2navi +w3c_LiCh))
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