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Verfasst am 14.04.2009 12:45:50 Uhr
Sondereinsatzkommando Gespenstersuche

Es war bisher eine ruhige Nacht in der Wachstube. Peter, genannt "unser Spielleiter", weil er immer wusste, mit welchen Spielen sich die Wachmannschaft munter halten durfte, probierte gerade bei Mikado seine Fingerfertigkeit, als das Telefon klingelte. "Hier Polizeiwache Händelfingen, Sie sprechen mit Aushilfswachmeister Geldjäger, was kann ich für Sie tun?" - "Hier ist Gallo. Ich bin ganz schockiert. Was ich da soeben erlebt habe -" -Tiefer Seufzer. "Sagen Sie Herr Gallo, von wo rufen Sie an?" - "Ich bin hier in Entlaufingen" - "Herr Gallo, sie benutzen ein Handy, sagen Sie mir bitte Ihren genauen Standort" - "Schießgraben 37" - "(Peter, schau doch mal, wer gerade in der Nähe von Entlaufingen, Schießgraben 37 unterwegs ist)". "Herr Gallo, Sie sprachen von schockiert. Sind Sie verletzt, brauchen Sie ärztliche Hilfe?" - "Nein!" - "Und was ist genau passiert?" - "Scheiß Handy, der Akku ist gleich leer! Da waren seltsame Gestalten ..." Plupp. Das war's mal wieder. Peter hatte recherchiert, dass Wagen 4 gerade die Banken- und Behörden-Tour fuhr und in 5min in Entlaufingen sein könnte.

Ein paar Minuten später. Der Wagen4 passiert gerade das Ortsschild von Entlaufingen. Nebel zieht auf. Karl meldet sich, als er gerade bei der Apotheke vorbei fährt: "hier läuft gerade ein im Morgenmatel oder Karate-Anzug gekleideter Herr vor der Apotheke auf und ab. Könnt ihr mal nachschauen, ob da was vorliegt? Wir sind nur noch zwei Straßen vom Schießgraben 37 entfernt. ... So, wir sind im Schießgraben 37 und da sitzt ein älterer Herr um die 60Jahre alt in seinem mit Zeitungen bis unters Dach vollbepackten VW-Polo. Das könnte der Herr Gallo sein. Moment..." Karl steigt aus und geht zu dem Polo. Auch der Herr verlässt sein Auto. Beide begrüßen sich und unterhalten sich. Herr Gallo berichtet über drei seltsame Begebenheiten. Erst habe er um 03.45Uhr im Industriegebiet einen Herrn im Karateanzug herumlaufen sehen, dann habe er in der Blumensiedlung einen offensichtlich gehbehinderten Herrn mit Laufgestell gesehen, der an einem Arm eine Art metallischglänzenden Handschuh zu tragen schien, wie sie Metzger zum Schutz gegen Schnittverletzungen zu tragen pflegen. Das Erlebte haben seine Nerven noch verkraftet. Aber als er im Musikerviertel zustellte, da war ein Herr an einer Gartenpforte und habe sie, obwohl oder gerade weil sie schrecklich quietscht, diese Tür sehr langsam geschlossen und ihn, den Herrn Gallo, dabei so seltsam mit verdrehten Augen angeschaut. Da ist es ihm kalt und heiss durch die Glieder gefahren und seitdem fühlt er sich nicht mehr in der Lage, weiter seine Zeitungen zu verteilen. - Ein Notarztwagen wird zum Zeitungsboten gerufen. Der Verlag wird informiert: "Entlaufingen ruht." Die Spur des Karate-Nachtwandlers hatte sich inzwischen verloren. Langsam wird es hell. Doch der Nebel bleibt.
Anm.: Namen und Begebenheit ist frei erfunden. (dp)(0,75h)
archiviert (tbid2705.537): (dp) 15.04.2009 (+0,2h (+flagcounter +home.icon +4navi +w3c_LiCh +HTML-korr.))
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