Verfasst am 27.02.2009 23:56:27 Uhr Planierter Römischer Limes und meine Irrungen bei Glashütten Müde und froh zu sein, ist kein Widerspruch! Trotz, dass ich mich zweimal verlaufen habe. Die Beschreibungen dieser und der anderen Wegstrecken und mehr erfolgen wie immer später. Heutiges Etappenziel war ein lebhafter, mäandernder Bach westlich von Schlossborn und östlich des Totenberges (östl. von Idstein-ST Heftrich). Auf der sehr guten TOP50-Karte 'Hessen' ist jedoch dieser Bachlauf nur unleserlich bezeichnet und durch Suche im Internet ist innerhalb einer halben Stunde der Name dieses Baches auch nicht zu ermitteln. Jedoch steht nun fest, dass ab dem RömerMinikastel Meisel bei Glashütten der Wanderweg in etwa der Kreisgrenze zwischen dem Hochtaunuskreis (HG) und dem Rheingau-Taunuskreis (RÜD) folgt. Wenn man den Bachlauf virtuell (mit dem Auge über die Landkarte) über Ehlhalten nach Eppstein verfolgt, so heisst er bei Ehlhalten "Dattenbach" und mutiert nach Eppstein zum "Goldbach". Vor Ort in Eppstein selbst habe ich keinen Hinweis auf diesen Bachnamen gefunden. Zunächst erscheint es, als sei der Limes im Wald südöstlich des Dattenbaches (Förster-Hochstand mit Papierkorb) und nordöstlich der (ehemaligen) Hasen-Mühle angelegt. Dies kann aber auch ein Relikt aus zivilen Wegesführungen vergangener Zeiten oder militärischen Anlagen von (Welt-)kriegen sein. Nach der TOP50-Karte kann der inzwischen unsichtbare Römische Limes entlang der Kreisgrenze RÜD/HG talwärts dem Waldesrand / Weidezaun folgen, dann den Dattenbach virtuell überqueren (den Kreis HG verlassen) und sich quer durch den Wald über den Totenberg (Kreis RÜD) fortsetzen, dann über offene Felder und die Landstraße L3011 unsichtbar zum Römerkastell Alteburg verlaufen. Vielleicht später mehr?. Auf dem heutigen Rückweg über ein Klärwerk nahe der L3023 und durch den Idsteiner Stadtteil Kröftel kam ich also erstmals mit dem Rheingau in Kontakt. Bei der Einreise nach Kröftel aus Richtung Oberems wird der Reisende mit den Worten begrüßt: "Willkommen im Idsteiner Land." Was es mit diesem Begriff historisch auf sich hat, muss ich später einmal klären. Irgendwann werde ich die Wanderung auf dem LIMES-Fußweg ab dem Luxushochstand mit "eigenem Papierkorb vor der Tür" fortsetzen, denn nun kommt die Schneeschmelze und die Bäche quillen an. Aber immerhin bin ich bereits in der Einöde auf dem Niveau von ca.320m üNN angekommen. Diese Gegend scheint ideal für lärmgestresste Bürger zu sein. Es gibt Badekurorte und Luftkurorte. Warum gibt es keine Ohrenkurorte, Lärmkurorte, Schallgeschädigtenkurorte? (dp)(1h)
unfertig; Änderungen möglich archiviert (tbid2674.533): (dp) 16.06.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh)) | ||