Verfasst am 11.02.2009 00:04:26 Uhr Die Isländer tun mir leid, aber die deutschen Sparer noch viel leider Islands Staatspräsident Olafur Ragnar Grimsson hat gesprochen "Die Deutschen müssen begreifen, dass die Menschen Islands alles verloren haben" und es dem isländischen Steuerzahler nicht zu vermitteln sei, jetzt auch noch für insgesamt 330 Millionen Euro Verluste von 30000 deutschen Sparern aufkommen zu müssen. - So rezitiert freenet eine dpa-Meldung von gestern. Würde man den Verlust auf alle Isländer umlegen, so entspräche dies ca. 1000 EUR pro isländischem Einwohner oder aber ca. 11000 EUR pro deutschem Sparer. Erschwerend kommt hinzu, dass die Isländische Währung relativ zum Euro auf 10% des Wertes vor dem Zusammenbruch der Kaupthing- und anderer Banken gefallen ist. Wenn es einen pfiffigen Arbeitgeber gäbe und nicht nur solche, die sich nur so nennen, aber ihren Gewinn in der Reduzierung von Arbeitsplätzen sehen, dann könnten 10 Isländer für einen deutschen Unternehmer arbeiten, hätten wieder eine Perspektive und könnten relativ für isländische Verhältnisse gutes Geld verdienen und Steuern zahlen und so mit Hilfe dieses durchlaufenden Posten zur Rückzahlung der Spareinlagen beitragen. Aber Isländer wollten ja nicht in die Europäische Union, sondern lieber für sich alleine leben. Nun aber ist die EU zunächst erst mal voll, solange die Nachbarn der Isländer, die Iren meinen, bessere Europäer als der Rest von Europa zu sein. Da heutzutage auch Isländern das Internet-Banking bekannt sein sollte, müssen nicht unbedingt große Bankenpaläste aus den glorreichen Hochzinsversprechungszeiten die Nichtisländer an ihre Verlustgeschäfte mit der "Bank ihres leichtsinnigen Vertrauens" erinnern. Zum Glück hatte ich vor dieser Bankenkrise noch nie etwas von dieser Bank gehört. Ob wegen der Nähe zum EU-Viertel Kirchberg in der EU-Hauptstadt Luxemburg aus dem mehrstöckigen Gebäude der Kaupthingbank ein EU-Gebäude für die isländische Vertretung oder ihre Gläubiger werden könnte? Liegt nicht die Ex-Sowjetunion unter dem Nordpolareis den Isländern viel näher am Herzen als Europa? Vor der Krise war ich bereits arm wie die Isländer und konnte mir keine Reise in das Land meiner Jugendträume gönnen und nun kann ich vom Monatslohn nur deswegen wieder besser leben, weil die Spritkosten auf ca. 70% gefallen sind, "die Kehrseite der Medaille". Da ist der Verlust ein echter Gewinn. Es gehen Gerüchte umher, der bargeldlose Zahlungsverkehr mit Europa würde nicht funktionieren und Essen dürfe man nicht mehr ins Land importieren, wie es für eine Tagesmalzeit reiche. Vom eingeführten Bargeld soll man beim Zoll fast 50% Einfuhrsteuer zahlen? Das darf doch alles nicht wahr sein!? Wer will denn da noch nach Island reisen? Da kann ich die Aufregung der älteren Isländer gut nachvollziehen, dass sie Angst vor dem Exodus der isländischen Jugend hat. Warum gehen denn die Isländer nicht mal bei der Türkei in die Nachhilfe. Ganze Flugzeugladungen von Touristen werden Jahr für Jahr fast zum Nulltarif als Kauftouristen ins Land geholt, es wird ihnen tatsächlich auch ein ansprechendes Sightseeingprogramm geboten und sie werden in guten bis sehr guten Hotels günstig untergebracht. Wenn sich dies nicht lohnen würde, wäre die Aktion doch schon seit Jahren eingestellt worden. Die Türken haben wohl die Dienste der Kaupthingbank nicht gebraucht, weil ihre Rendite höher als die Hochzinsen dieser Bank waren. Schon mein Opa hatte bei der Weltwirtschaftskrise damals resigniert formuliert: "hätten wir doch wenigstens alles versoffen anstatt zu sparen!?" (dp)(0,5h) archiviert (tbid2663.532): (dp) 16.06.2009 (+0,15h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh +Link-korr.)) | ||