DrPagel-FavIcon
« »

Verfasst am 04.02.2009 06:46:24 Uhr
Der Römische LIMES vom Rosskopf bis zum Sandplacken

Gestern war das Wetter wieder herrlich sonnig, die Spritpreise so günstig wie selten und der FTP-Zugang wieder gestört. Also nix wie raus in die Natur!

Auf dem Sandplacken angekommen erstaunten mich zunächst die breiten FahrWege, die auch von PKW's benutzt werden. Trotz skilanglauffähiger Schneeverhältnisse waren an einem Dienstag nachmittag auch die vorderen Parkplätze ziemlich leer.

Es schien auf einem leeren hinteren Parkplatz, als müsse ein Bankfurter Exmanager seinen Frust über verlorene Werte oder Ansehen durch Kreisverkehre mit seinem Allrader niederwalzen. Es erinnerte mich an die Situation, als wenn ein Pferd immer in seiner Koppel am Zaun entlangtrabt.

Vernutlich zwei Richtfunkspezialisten, die mir den rutschigen Steilweg "LIMES" vom Rosskopf entgegenkamen, wobei einer ein Art Autoatlas zu tragen und der andere mit dem Handy den Weg zu fotografieren schien, gehörten vermutlich zu einem herrenlosen abgestellten weißen 3,5 to-Transporter auf einem breiten Fahrweg in der Nähe des Wanderweges. Aber vielleicht haben sie auch nur neue Europäische Wanderweg-Symbole angebracht oder kontrolliert, z.B. zum Austragungsort der olympischen Winterspiele 2014 Sotschi am Schwarzen Meer?

Wenn man also meine Wanderungbeschreibung vom Vortag am Rosskopf über die Wegeskreuzung mit dem Schwarzmeer-Wanderweg gen Sandplacken fortsetzt, kommt man recht bald an diese wegen überfrorenem Tauwasser glatten Hangweg des LIMES-Wanderwaldweges. Hier in Rosskopfnähe funktioniert der Schnee zur Zeit nur zur Ausleuchtung des dunklen Waldbodens und ist für Skifahrer oder Schlittenfahrer ungeeignet. Wenn es dann wieder eben wird, taucht wie wundersam der auf dem Rosskopf verschollen geglaubte LIMES-Wall linksseitig (südlich) des Limeswanderweges auf. Jenseits der Kreuzung östlich des Eichkopfes steigt der Wanderweg wieder an und biegt nach Erreichen einer Lichtung leicht links zum Römerkastell-Denkmal Heidenstock ab, wo die metallene Erläuterungstafel wohl dem letzten Sturm nicht standgehalten hat und mitten im Schnee liegt.

Der weitere leicht ansteigende Wanderwegesverlauf wird durch ettliche querliegende entwurzelte oder wie Streichhölzer umgeknickte Windbruchbäume behindert. Am oberen Ende dieses Hohlweges direkt neben dem Limeswall biegt der Wanderweg für wenige Meter nach links ab, um gleich wieder nach rechts abzubiegen. Hier könnte noch eine UNESCO-Limeskennzeichnung angebracht werden. Nun läuft der Limeswall einige Meter rechts abseits (zunächst noch parallel) des ansteigenden breiten Forstwirtschafts-Wanderweges bis er geradeaus der Kammlinie zum Klingenkopf (Berg?) folgt, während der Forstwirtschafts-Wanderweg diesem Berg nach links ausweicht aber nicht sehr viel weniger steil diesen in weitem Bogen umrundet. Kurz nach Erreichen einer Lichtung kommt der Limeswall von rechts aus einer Neuanpflanzung, kreuzt den nun ziemlich ebenen der Höhenlinie folgenden Limeswanderweg an der mit UNESCO-Pfählen gekennzeichneten Stelle und begleitet den Limeswanderweg wieder linksseitig bis zum vorderen Sandplacken-Parkplatz, allerdings einige Meter tief im Wald verschwindend, bis er beim Römerkastell-Denkmal "Altes Jagdhaus" dem Wanderweg wieder nahe kommt. Da alles relativ ist, kann man auch argumentieren, dass der Wanderweg dem Limeswall nahe kommt.

Leider musste ich den gleichen Weg hin- und zurückgehen, was dann eher einem Sportereignis und Gedächtnistraining gleichkommt. Aus der TOP50-Karte ersichtlich verlaufen auch einige Gemeindegrenzen auf dem Limeswall.

später mehr? (dp)(1,5h)
archiviert (tbid2659.531): (dp) 16.01.2009 (+0,15h (+flagcounter +home.icon +4navi +w3c_LiCh +Link_korr.))
Haftungsausschluss
free counters
© drpagel.de Alle Rechte vorbehalten.