Verfasst am 30.01.2009 20:43:20 Uhr Der Römische Limes - Grenze zum Landgrafthum Hessen Nachdem das T-DSL sich heute mittag wieder eingerenkt hatte, war der FTP-Zugang gestört. Das System ist so stabil, wie jedes Glied dieser Kette. Danach war meine Engelsgeduld am Ende. Also zog es mich bei dieser herrlichen Wintersonne wieder zu fernen Zielen. Geparkt wurde auf dem Parkplatz Saalburg. Mit normalen festen Halbschuhen mit gedämpfter Profilsohle, die zum Wandern bestens geeignet sind, ging es von dort über die Fußgängerbrücke auf die andere Seite der stark befahrenen B456. (Usingen - Bad Homburg), dann nach links bis zur Wegesgabelung "Forstwirtschafts-Privatweg und 2,5km langen ausgeschilderten Limes-Wanderweg zum Saalburg-Bahnhof". In Höhe dieser Gabelung kommt der noch sichtbare Erdwall des Römischen Limes aus dem Wald, an dem ich schon zu früherer Zeit entlang gewandert war. In der Nähe der gedachten Limesquerung über die Bundestraße befindet sich auch ein steinerner Grenzpfosten samt gekröntem Löwenwappen mit der Aufschrift Landgrafthum Hessen. Bekannt waren mir bereits die Begriffe "(Raub)Rittertum", "Piratentum", "Bürgertum", "Patriziertum", "Königtum" (z.B. Großbritannien & Nordirland), "Mönchstum", "Fürstentum" (z.B. Liechtenstein), "(Groß)Herzogtum" (z.B. Luxemburg, Lauenburg), "Papsttum", "Pharisäertum", "Bauerntum", "Beamtentum" und nun wird meine Wortsammlung also durch "Landgraftum" erweitert, weil man es so nach der heutigen Rechtschreibreform schreiben würde. Jenseits der Bundesstraße begann meine heutige Fortsetzung der früheren Wanderung entlang oder auf dem Römischen Limes bei einer Temperatur um +0,5°C. Die Wege sind hier streckenweise mit leerreichen Schautafeln geschmückt. Zur Zeit jedoch kann dringend davon abgeraten werden, die Wanderung ohne ausreichende Rutschsicherung wie Schuhspikes durchzuführen. Oft verlocken die schönen Wege oder Limeskuppen; doch ohne Spikes kommt man nur abseits der Wege (zugefrorene Tauwasserrinnsale, Eisterrassen à la Pamukkale) und des Limeswalls (Eiskuppe) voran. Auch eine gute Gesäß-Polsterung, dicker Pullover und Handschuhe sind empfehlenswert, sollten die Schuhe talwärts rutschen wollen, während der Geist himmelwärts strebt. Mir kam schon die Idee, dass man für die präolympische Sportdisziplin "Bergwärtsführendes Glatteiswandern" einen festgeschnürten Sturzhelm zur Pflicht machen müsste und gegebenenfalls einen Ersatz-Sturzhelm im Wandergepäck mitführen sollte. Zur Zeit waren mangels Tiefschnee keine Stiefel nötig und also die Wege nicht für Ski-Wanderer geeignet. Wer die Wege mit Fahrrad befahren will, soll besser bis zum Frühjahr warten, wenn er sich nicht mit dem Titel "Lebensmüder" an der Stirn schmücken will. Ein funktionierendes Handy, möglichst mit GPS, könnte lebensrettend sein. Die heutige Limeswanderung habe ich auf einem (mir noch unbekannten) Berg (ca, 8°33'0" Ost, 50°16'4" Nord)) bzw. Bergschulter mit Felsformation und zwei UNESCO-Markierungspfählen wegen einbrechneder Dunkelheit beendet. (Nach Recherchen v.3.2.2009 soll dies der Weißestein sein.) Von der Saalburg über diese Bergschulter, Hollerkopf, Kieshübel bis zum Rosskopf bildet der Limes heutzutage die Gemeindegrenze zwischen Wehrheim/Ts. und Bad Homburg v.d.Höhe. Eine ausführlichere Beschreibung kann wie immer später folgen. Jetzt knurrt der Magen! Gruß, Hungerleider. Wanderdaten: 4,412km Wegstrecke, davon:
archiviert (tbid2653.530): (dp) 16.01.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +4navi +w3c_LiCh +Link_korr.)) | ||||||