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Verfasst am 05.12.2008 ca. 00:03:13 Uhr
Tagesreise zum Weihnachtsmarkt in die Europa-Metropole Luxemburg im Großherzogtum Luxemburg

Die Tagesreise am 04.12.2008 mit GIMMLER-Reisen, Wetzlar zum Weihnachtsmarkt Luxemburg war ein Erlebnis. Erst dachte ich, der Bus kommt pünktlich um 08Uhr. Aber leider kam er erst mit 18min Verspätung. Dann fuhr er noch seinen Fuhrhof in Wetzlar und dann noch Weilburg an, bis der Bus brechend voll war. Ein Gast war so umfangreich, dass er wohl zwei Plätze benötigte. Ich habe mich nicht getraut, das zu überprüfen. Auch ihm sei mal ein Ausflug gegönnt. Doch wo er sich mit seiner Leibesfülle in Luxemburg aufgehalten hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf einmal verließ der Fahrer die Autobahn, fuhr über eine Brücke und dann auf die Gegenspur in Richtung Frankfurt. Der Grund: er hatte am magischen Dreieck Dernbach den Abzweig in Richtung Koblenz übersehen und war weiter in Richtung Köln gefahren. Dies ist mir bestimmt auch schon mal ohne Auto-GPS-Pilot passiert. Eine kleine Zwischenrast wurde bei Eltz an der Autobahn Koblenz-Trier eingelegt. Dann ging es über die Sauerbrücke (Schnellstraßen/Autobahn-) Grenzübergang, weiter am Luxemburger Flughafen, einem modernen Neubaugebiet und dem Europaviertel vorbei in die Altstadt auf dem "Kirchberg" (o.Gewähr, denn es fehlt mir noch ein genaues Stadtbezirke-Studium). Kurz nach 12Uhr mittags war bei strömendem Schneeregen, der immer mehr zum Landregen wurde, der Busausstiegsplatz "Place de la constitution" mit der "Goldenen Frau" ((lux.:) "Gëlle Fra") erreicht. Der Regen blieb uns bis zur Rückfahrt ab 18Uhr treu. Mindestens 1 Reisegast nutzte die sogar donnerstags offene katholische Kirche "Unsere liebe Frau" mit interessantem Glockenspiel, deren Hauptpforte sich automatisch über einen Sensor lärmlos öffnete, zum Beten für etwas weniger Regen. Es hat aber erst auf dem Rückweg ab etwa Koblenz damit nachgelassen. Schön war, dass dort in der Kirche zur Andacht Weihnachtslieder von irgendeinem Medium liefen.

Ich wollte mich auch nicht nur von Wind und Wetter auskühlen lassen, also ging ich auf der Suche zu einer Tourist-Info (deren Suche ich bei meinem nächsten Luxemburg-Besuch fortsetzen werde), zunächst durch ein paar Buchhandlungen, die Französischunkundige mit "Librairi francais" abschrecken. Doch keine Angst, dort stehen auch deutsch- und anderssprachige Bücher im Regal.

Dann entdeckte ich einen herrlichen Ausblick auf die vorhin passierte Schnellstraßenbrücke über das "Pfaffental" und vermutete, irgendwo in Gegenrichtung hätte ich vor vielen ...-Zig Jahren die Jugendherberge besucht. Tatsächlich sind die Gebäude unterhalb der dominierenden Eisenbahnbrücke immer noch Jugendherberge. Weiter ging ich dann durch eine Anliegerstraße und aufwärts durch einen Lärchen- oder Nadelbaum-Wald bis unterhalb des Europazentrums mitsamt Philharmonie und Europaparlament ("Wanderzirkus"). Dieses imposante Stadtviertel wurde weiter bei strömendem Regen durchwandert und von dort ein Foto in Richtung Altstadt geschossen. Zurück in Luxemburgs "Stadtkern" ging es über die (mir noch namenlose) Schnellstraßenbrücke mit wirkungsvollem Windschutz. Mein Fußmarsch (meine Stadt-Wanderroute fehlt hier noch) pausierte kurz an der Preistafel der Brasserie am Theater "Grand theatre", und strebte dann dem Zielort "Häuserviertel rund um den Weihnachtsmarkt" mit
  • Fußgängerzone,
  • Postamt nebst "öffentlicher Uhr" und öff. Telefonzellen,
  • teuren Bekleidungsgeschäften (z.B. in einer Passage),
  • C&A,
  • einem Geschäft für stilechtes englisches Outfit (kann man sich in Luxemburg besser englisch einkleiden als in England selbst?),
  • Schmuckläden,
  • Buchläden,
  • Zeitungskiosken,
  • Konditoreien,
  • Pizzerien und Hotelrestaurants,
  • mind. 1 Lebensmittelmarkt,
  • Fleischereien usw.
  • Ein unscheinbares CD-Geschäft mit großer Musik-Auswahl gibt es in der Nähe des Großherzoglichen Palais (= ... Palastes).

Also, es gibt leckere Nussecken für 1,10EUR/Stück in der Altstadt. Da hätte ich am liebsten für Weihnachten Proviant eingekauft. Aber Bücher und CD's waren teuer genug.

Ja, der Weihnachstmarkt bietet auch für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas und ist ein beliebter Jugendtreff unter einem großen (von mir ca. 50m lang abgeschätzten) regenabweisenden Überdach, unter welchem vermutlich sonst Wochenmarkt abgehalten werden könnte. Es "zog" dort aber "wie Hechtsuppe". Sogar eine überdachte Bühne für Auftritte von Unterhaltungsgruppen auf dem Weihnachtsmarkt ist vorhanden.

Einen neuen akustischen Eindruck habe ich mit nach Hause genommen. Ich hörte zwar nicht mehr (wie zur Zeit meines JH-Auffenthaltes) an den Geschäftskassen den Gruss "merci danke", sondern überwiegend nur "merci", dafür wurde ich mit einem mir zunächst abartig klingenden Gruß (sprich:) "moo'jenn" empfangen und ich dachte am frühen abend, meine Gehörgänge seien wohl schon vom Winterschmuddelwetter verstopft? In einem der mit nach hause genommenen Bücher fand ich des Rätsels Lösung. Tatsächlich heisst "Moien" sowohl "(ein, der) Morgen" als auch die Grußformel "Guten Morgen" oder "Guten Tag". Dies entspricht der Sprachpraxis von Ost- und Nordfriesen mit der Grußformel "Moin" und "Moin, Moin", welche man auch über den ganzen Tag über vernehmen kann.

Auf dem Rückweg fuhr mein Reisebus die gleiche Fahrstrecke (ohne Umweg), diesmal aber nonstop von Luxemburg bis nach Weilburg in etwas über drei Fahrstunden. Um 21.40Uhr war am Wetzlarer Bahnhof Endstation meiner Gimmlerreise. "A'dee!"
(dp)(1,25h (04.12.2008) (+0,35h (05.12.2008)) (+0,75h (06.12.2008))
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