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Verfasst am Sonntag, 07. September 2008 um ca.12:46 Uhr

Programmkino 'Traumstern' feiert 25-jähriges Jubiläum

Soeben lese ich in der Sonntagsausgabe der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 07.Sept.2008 auf Seite 7 unter der Rubrik 'Kultur', dass die Betreiber des 1983 in Lich eröffneten Programm-Kinos innerhalb von 25Jahren 99mal "Preise für ihre Arbeit" bekommen haben und hoffen, im Oktober 2008 den 100.Preis "hessischer Kinopreis", gewinnen werden. Wie ich weiter lese, verstehe ich, was damit gemeint ist. "Ohne das mit den Auszeichnungen verbundene Preisgeld sei die Arbeit im Kino nur schwer zu machen" (Zitatende). Ist dies eine Art staatliches Sponsoring?

In Deutschland gäbe es rund 300 solcher Programmkinos (mit insg. 500Leinwänden), die nicht an den Filmverleih gebunden sind und leider kenne ich nur dieses eine. Rund 14Mio. Besucher würden diese Kinos jedes Jahr zählen und ich habe dies Kino wegen seiner Distanz bis vor Kurzem schon mehrere Jahre nicht besucht gehabt. Das ergibt nach Adam Riese
  • 46667 Besucher pro Programmkino und Jahr oder

  • 3833 Besucher pro Programmkino und Monat oder

  • 126 Besucher pro Programmkino und Tag
und ich finde, davon sollte ein Programmkino allein durch Eintrittsgebühren existieren können. In den meisten Filmverleih-Kinos kostet der Eintritt zur Zeit ca. 10Euro. Bei gleichem Preis wären dies durchschnittliche Programmkino-Einnahmen von 1260Euro/Tag. Leider weiß ich nicht, was so die Leihgebühr für einen Kinofilm beträgt. Oft habe ich in einem Filmverleih-Kino erlebt, dass ein Film nur von ca. 20 Besuchern angesehen wurde. Dies hieße natürlich, dass über den Tag verteilt ca. 6 Filmsitzungen stattfinden müssten, damit sich das ganze trägt. Hinzu kommt, dass wie bei Tankstellen meistens ein Gastronomiebetrieb dem Kinobetrieb angeschlossen ist, wo zusätzliche Einnahmen winken.

Da kommt mir die Idee, dass bei Autobahnraststätten, wo eigentlich Fernfahrer gerne einmal eine abwechslungsreiche Hauptrast von bis zu 1,5 Stunden einlegen sollten, Programmkino-Gelegenheiten zur Entspannung eingerichtet werden könnten. Und wenn auch der Fahrer seine Augen mal entspannen und seine Sinne mal abschalten möchte, so haben vielleicht die Beifahrer mal Zeit und Gelegenheit für eine genüssliche Kurzweil? Bin mal gespannt, wer meine Idee aufgreift und wenigstens einmal testet, denn so ein Besucherverhalten kann regional unterschiedlich sein. Eine andere Alternative wären Krankenhäuser, Bahnhöfe, Flughäfen, einfach überall dort, wo langweilige Wartezeit zu überbrücken wäre. Kommt der Besucher nicht zum Kino, dann kommt das Kino eben zum Besucher! (dp)(1h)
archiviert (tbid2457.485): (dp) 17.09.2009 (+0,25h (+flagcounter +emoticon +home.icon +w3c_LiCh))
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