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Verfasst am Freitag, 29. August 2008 um ca.16:22 Uhr

Vergleichende Sprachstudie naturwissenschaftlicher Fachterme: Isländisch Färöisch Deutsch

Dieser Eintrag wurde wegen seiner Größe aus drpagel.log.ag, Beitrag1 v.28.8.2008 ausgelagert.

Ein Sprichwort sagt: "Des Geld ich bekomme, des Lied ich singe". So ist zu verstehen, warum die Sprachexperten für Färöisch nicht ganz so rigide sind, um die sprachliche Ursprünglichkeit zu bewahren. Dies mag für Isländer mehr, jedoch für den Rest der Welt weniger verständnis-erschwerend sein.

Etwas spekulativ: Färöisch soll die "ausgereifte" indogermanische Sprache mit der geringsten Sprecherzahl sein, heißt es. Mit dem Dänischen hat sie wenig gemein, obwohl diese Inselgruppe im Nordatlantik zwischen Schottland und Island zu Dänemark gehört (Relikt aus der dänischen Kolonialzeit). Angeblich soll Färöisch eher dem norwegischen Dialekt um Bergen ähneln.

Die Übersetzung der Zusammenfassung meiner Diss. kann auf Grundlage der Isländisch-Übersetzung (die leider zur Zeit noch nicht überarbeitet ist) mit Hilfe eines Färöisch Spell-Checkers, verwendet im offline-Programm Balabolka und weiteren Vokabelhilfen durchgeführt werden.

Jetzt zu lernen, woher in diesem Blog die vielen Leerzeilen vor den Tabellen herrühren, die in einer normalen HTML-Datei fehlen, und wie man diese Leerzeilen vermeiden kann, dafür ist keine Zeit! Daher gilt:
Anstelle der zur Zeit unbefriedigenden Tabellendarstellung verlinke ich hier meine Tabelle "färöisch-isländisch-deutsche Vokabeln" als HTML-Datei.

Anm. zur Tabelle: i.Zshg. = "im Zusammenhang", Ez.= Einzahl, Sg.=Singular (Ez.), Mz. = Mehrzahl, Pl. = Plural (Mz.),
(1) = wird nur zur Bildung des Futurs oder des Konjuktivs verwendet, nicht jedoch zur Bildung von Passivformen bei Verben.
iSk. = im Satzkontext für alle Geschlechter gleich: er /sie /es wurde ... geboren / gefunden am ... in ...
iKf. = in Kurzform / in Lebensläufen / in Tabellen: je nach Geschlecht gebeugte Form

Die verwendete färöische Rechtschreibhilfe (i.Balabolka-Programm) weiß noch nicht alles. Ihr können neue Wortformen als bekannt vorgeschlagen werden. Damit man sich das richtige Wort aus der thesaurusgleichen, färöischen Wortvorschlagsliste auswählt, gibt es ein dudengleiches, einsprachiges online-Wörterbuch Färöisch-Färöisch www.obg.fo/fob/fob.php zum Nachschlagen, welches auch Beugungsmuster parat hält. Allerdings kennt dieses unverzichtbare Nachschlagewerk bis auf Alkohol keine modernen Fachterme aus der Chemie (Lit.: PDF-Datei) (z.B. unbestimmte Dativ-Plural-Formen: aldehydum, aminum, etheranum, halogeneraðum hydrocarbonum, ketonum, thiolum; unbestimmte Nominativ-Plural-Formen: carbohydratir, lipidir, nucleinsýrur, proteinir), weil sie in "biblischen Zeiten" noch nicht bekannt waren.

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