Verfasst am 12.04.2008 23:57:54 Uhr Zu besuch beim Spaceshuttle Kaum zu glauben, aber wahr. Ich war da, nicht nur virtuell und eingebildet, sondern leibhaftig. Parken konnte man umsonst auf dem PKW-Parkplatz beim Schwimmbad neben der Jugendherberge / Nähe Rheinufer. Dabei hatte ich mich auf der Hinreise noch verfahren, weil der Zielort nicht ausgeschildert war. Ja, wir haben jetzt in Deutschland ein echtes gebrauchtes, ausgemustertes Spaceshuttle. Bis letzte Nacht hatte ich noch nie etwas davon gehört, dass außer den Amerikanern auch die Russen so etwas gebaut hatten. Da sieht man mal, wie allgemeingebildet ich bin. Wer da wohl von wem abgekupfert hat? Als ich schon fast über mein Tagesziel hinausgeschossen war und an einem Rastplatz ohne Navigator auf einem Plan ebenfalls den Zielort nicht mehr vorfand, ja da beschloss ich, mich von hinten an das Objekt heranzupirschen. Es ging auch ziemlich flott, weil es schon so tagesspät war, dass man eher von einem Besuchabdrang sprechen konnte, denn in den Nachrichten hatten sie bereits berichtet, dass der Tieflader-Transport vom Altrhein-Naturhafen Speyer zum Technikmuseum soeben abgeschlossen war. Heute brauchte ich keinen Eintritt bezahlen und alles sieht man sowieso beim ersten Besuch nicht bei einem Areal von ca. 0,5km im Quadrat. Ich dachte, in Speyer stehe nur der Dom und ein paar Altstadthäuser, eigentlich eine Kleinstadt mit Herz. Aber zum Dom sind es auch nur wenige hundert Meter, so nahe liegt (Mittel-)Alter und Moderne, Glaube und Technik. Ich wollte den Begriff "Glaube an die Machbarkeit der Technik" ebenso wie "Technikfeindlichkeit" vermeiden. Den Puffer zwischen beidem bildete ein herrlicher großer Park vom Dom entlag des Speyerbaches bis zum Rheinufer. Seit gestern und die kommende Woche ist sogenannte "Messe" (aber keine heilige): dies ist eine Art Kirmesrummel mit Budenzauber und Riesenrad. Auch abends, wenn es dunkel wird, ist die Freiluftausstellung von Schiffen, Lokomotiven, Transportfahrzeugen und vor allem Flugzeugen imposant. Die Lufthansa-Boing 747 schwebt wie federleicht auf einer "Hebebühne" über den Hangars und im Gegensatz zur Realität ist die Pilotenkanzel und der Fluggastraum von innen beleuchtet. Neben dieser Boing-Installation kam mir das teilweise zerlegte russische Spaceshuttle namens BURAN etwas unimposant vor und erinnert an ein flachliegendes Getreidesilo. Eine eigens hierfür sich im Bau befindliche, über 22m hohe Halle soll Buran ab August 2008 beherbergen und zahlende Zuschauer anlocken. Wie immer dauert mir das Sichten und Hochladen der Bilder zu lange und die Nacht ist bereits da und erfordert ihren Tribut. Irgendwann komme ich bestimmt wieder mal nach Speyer an die idyllische beleuchtete Rheinuferpromenade. Dann werde ich aber bei "Hockenheim in Baden-Württemberg" nicht mehr darauf warten, bis meinetwegen dort jemand ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Speyer in Rheinland-Pfalz" anbringt. (dp) (1,5h) Linksammler:
| ||