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Verfasst am 26.03.2008 22:52:44 Uhr
Ausflugsziele zwischen Lahntal und Wetterau

Heute war das beste Museumswetter. Die Exkursion begann in Wetzlar in der "Lottostraße 6 aus 49". Das Ziel war das hochgelobte Viseum. Dort ist das Fotografieren erlaubt. An einigen Schaustücken im "Optik-Museum zum Anfassen" darf man experimentieren und Kinder, besonders "Hitzköpfe", sind von der Wärmebildkamera angetan. Dann ging es ins nebenan befindliche Museum zur Stadtgeschichte "Stadt- und Industriemuseum Wetzlar"; es schloß sich ein Besuch im "Lottehaus", dem ehemaligen Wohnhaus von Goethes Liebeshoffnung (Lotte Buff), an.

Das Mittagessen wartete im Forum Wetzlar.

Werktags von 14 bis 16Uhr hat die höchste Kristall-Schauhöhle Deutschlands im Weilburger Stadtteil Kubach geöffnet. Manche Kinder sind enttäuscht, weil sie sich nach über 300 Stufen mit ihren kleinen Füßchen in über 70m Tiefe hinabgestiegen höchste Kristalle zu sehen versprochen haben. Jedoch sind die Kristalle ziemlich winzig, nur die Höhle hat eine Höhe von über 30m. Seit über 20Jahren wird auch dieses Jahr ab Mai wieder mit Hilfe von Probebohrungen weiter nach einer Riesenhöhle gesucht. Ihre Existenz, in welche das Kirchengebäude von Kubach hineinpassen soll, ist seit Anfang des 20.Jahrhunderts dokumentiert, nur leider hat der Entdecker ihren Standort mit ins Grab genommen. Es schloss sich ein Besuch des Mineralien- und Höhlengeschichtsmuseums an.

Weiter ging es über die Bundesstraße Weilburg-Usingen nach Möttau, Kraftsolms, Kröffelbach, einem Ortsteil in der Großgemeinde Waldsolms. Hier kann das erste europäische Kloster "St.Antonius" der koptischen Christen bestaunt werden. Die koptische orthodoxe Kirche hat ihre Wurzeln in der Mission von Apostel Markus. Die koptische Sprache, eine semitische Sprache, Ursprache der Ägypter, kann leider fast niemand mehr sprechen. Es gibt aber noch Gebetbücher in koptischer Schrift, die von links nach rechts geschrieben sind. Koptische Schrift sei eine Sympiose aus dem griechischen Alfabet mit zusätzlich vereinfachten hieroglyphischen Sonderzeichen zur Darstellung von koptischen Lauten (eine Ähnlichkeit von äGyPTISCH mit KoPTISCH ist unzufällig).

Meine neue Erkenntnis: "anti-semitisch" kann wegen der gesprochenen Sprachen unter anderem bedeuten "anti-hebräisch", "anti-aramäisch", "anti-arabisch", "anti-ägyptisch oder anti-koptisch", "anti-maltesisch". Daher sei Vorsicht bei der Begriffswahl angeraten.

Die Muttersprache der meisten Kopten ist Arabisch. Allah sei im Verständnis der Kopten gleichbedeutend mit Jesus oder Gott, obwohl sie für Gott noch ein eigenes koptisches Wort kennen sollen. Der Amts-Sitz des Papstes der Kopten sei die Hafenstadt Alexandria in Unterägypten, obwohl er auch eine Vertretung in Kairo haben soll; die meisten Kopten würden in Oberägypten (Südägypten) beheimatet sein.

Dann ging es weiter durch den verschneiten Taunus bis nach Bad Nauheim zur Schwalheimer Löwenquelle. Dort endete der Ausflug in der von Restaurantführern gepriesenen Gaststätte "Brunnenwärterhaus". (dp) (1h)
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