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Verfasst am 25.03.2008 22:51:42 Uhr
Was einmal wahr war

Viele Märchen und Legenden fangen damit an: "Es war einmal ..." Heute ging es mir so ähnlich. Für mein nichtkommerzielles Weblog drpagel.log.ag sehe ich nicht ein, einige ...zig US$Dollar für eine fundierte Recherche auszugeben. Eine alte naturwissenschaftliche Literatur fand ich ziemlich interessant. Sie ist jedoch über google sehr schwer zu enträtseln, weil sie einer OCR-Kopie entstammt. Das heisst, ich muss das google nicht nur mit Stichworten füttern, nein ich muss mir auch noch jeden unsinnigen Buchstabensalat als mögliches Stichwort ausdenken. Zum Beispiel kann das Wort "da" unter diesen Suchworten zu finden sein:
"da", "de", "do", "de.", "do.", "dc.", "d0.",
"äa", "äe", "äo", "äe.", "äo.", "äc.", "ä0.",
"cla", "cle", "clo", "cle.", "clo.", "clc.", "cl0.",
"c1a", "c1e", "c1o", "c1e.", "c1o.", "c1c.", "c10.",
"cta", "cte", "cto", "cte.", "cto.", "ctc.", "ct0.",
"c|a", "c|e", "c|o", "c|e.", "c|o.", "c|c.", "c|0.",
"cia", "cie", "cio", "cie.", "cio.", "cic.", "ci0.",
"ch", "eh", "ch.", "eh."
u.v.a.m. (= und viel andere mehr)

Mit viel Freizeit und bei langer Weile könnte man sich und google schon beschäftigen. Man stelle sich nur Wörter aus mehr als zwei Buchstaben vor, was das für einen zeitlichen Aufwand bedeuten könnte, nach dieser Methode 34 DinA4-Seiten zu entziffern. Dabei liegt es nicht im Interesse von google, diese Tätigkeit zu unterstützen. Diese wohltätige Suchmaschine ist Verpackung für eine allgemeine verkaufsfördernde Methode.

Zur Zeit erfasst google den Text in Datensätzen (Blöcken), deren Größe noch zu bestimmen ist. Falls ein Wort gefunden wird, werden maximal die ersten beiden Fundstellen angezeigt. Es bedeutet sehr viel Glück, google eine Textfortsetzung über diese Datensatzgrenzen hinweg zu entlocken. Leider gibt google nicht die Position dieser Fundstelle an, so dass man die Reihenfolge der Textstellen sehr schwer zuordnen kann. Die Länge der Textschnipsel ist sehr kurz bemessen, so dass es einem sehr viel Mühe bereitet, ein Textpuzzle aus einzelnen wohlgeordneten "snipletts" zusammenzusetzen.

Da kam mir eine blendende Idee: "ich fahre einfach in meine Lieblingsbibliothek, nehme mir das Buch aus dem Regal und lese mal schnell das mich interessierende nach"! Dafür sind von den Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern bereits Steuergelder einbehalten worden und es wäre schade, so lange zuzuwarten, bis es heißt: "leider gingen durch ein Unglück diese Werke unwiderbringlich verloren".

Auch wenn aus heutiger Sicht manche Weisheit der Vorfahren doch nicht so weise war. Aber man lernt manchmal aus deren logischen Schlussfolgerungen und braucht die überholten Voraussetzungen von damals nur durch heutzutage gültige, moderne zu ersetzen und bekommt dadurch manchmal bessere Ergebnisse, als wenn man das Rad jetzt nochmals neu erfinden müsste.

Zeit ist auch Geld! Und wer kein Geld hat, wie viele arme Studenten, der sollte gerade auch seine Zeit nicht für sinnlose Puzzle vergeuden, denn was heute eine ausgeforschte google-Technik ist, kann morgen schon überholt sein. Innerhalb einer halben Stunde hatte ich alles gefunden, was ich brauchte:
[Bücherfund]
Bild: Die Hebung des "jungfräulichen" Bücherschatzes aus dem Jahre 1898 durch mich. (Foto: R.Körber 25.3.2008)

später mehr (dp) (1h)
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