Verfasst am 10.02.2008 01:09:53 Uhr Leben mit Risiko: Leukämie und Radioaktivität Soeben habe ich mir mal Gedanken zu Leukämie und Radioaktivität gemacht. Radioaktivität lässt sich anschaulich nur mit den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit beschreiben. Ebenso ist es mit Erwartungswerten zum Lebensalter und zu Krankheiten. Angenommen auf einer Mineralwasserflasche wird angegeben:
Das Teuflische an der Wahrscheinlichkeit (wie beim Lotto) kann sein, dass bereits die ersten beiden Mineralwasserflaschen je ein Teilchen Radium-226 und danach hunderte oder tausende Flaschen nichts enthalten. Man kann auch Glück haben und das soeben getrunkene Ra-226 Teilchen benimmt sich das ganze Leben (von ca. 80 bis 100Jahre) lang anständig und zerfällt wegen seiner Halbwertszeit von 1600 Jahren nicht und erzeugt keinen zur Leukämie führenden Zellschaden. Andererseits kann das Ra-226 Teilchen auch gerade zerfallen, während man an der Kasse die Flasche Mineralwasser bezahlt. Dann braucht man davor auch keine Angst mehr zu haben. Die Schwarze-Peter-Karte hat man aber gezogen, wenn das Ra-226 solange stabil bleibt, bis es die Region der blutbildenden Zellen im Knochen erreicht hat und dann einfach nicht mehr kann und zerfällt. Dann ist mir noch unklar, wieviele blutbildende Zellen ein Zerfall schädigen kann. Vielleicht ist der Schaden nicht so dramatisch, wenn nicht die Stammzellen der blutbildenden Zellen geschädigt sind. Daher verstehe ich hier nicht die Angst vor der Stammzellenforschung. Es brennt und wir schauen nicht, warum es brennt, sondern wir beschränken uns aufs Händchenhalten und gegenseitge Trösten. Super! Wenn andererseits auf Flaschen nichts deklariert ist, heißt das nicht, dass dort weniger Radioaktivität drinnen ist. Heute nacht habe ich im MDR-Info gehört, dass es in Deutschland gar nicht üblich sei, Urangehalt von Trinkwasser zu messen (wie Ökotest es gemacht hat). Radium-226 ist bekanntermaßen ein Zerfallsprodukt von Uran. Wenn aber nur ein einziges Ra-226 Teilchen in der Trinkwasserflasche drinnen ist und hat wegen seiner wahrscheinlich 1600Jahre langen Halbwertszeit gerade keine Lust zu zerfallen, ja dann strahlt es auch keine Radioaktivität ab und ist damit durch Radioaktivitätsmessungen auch nicht nachweißbar. Es ist ganz natürlich, dass wir nicht wissen, wo dieses kleine Teufelchen drinnen ist, solange es nur ein Teilchen ist. Es läßt sich zur Zeit wegen seiner Winzigkeit wohl auch noch nicht chemisch nachweisen. Vielleicht gelingt dies irgendwann einmal mit biochemischer Nanotechnologie? Erst wenn es genügend viele Teilchen Ra-226 pro Liter gibt, also eine genügend große Konzentration davon, dann kann man durch Radioaktivitätsmessung feststellen: ja in dieser Flasche ist Ra-226 drinnen (gewesen). Man misst nur das, was eben gerade zerfallen ist. Also, warum misst man nicht eine Uran-Konzentration im Trinkwasser, um daraus zu berechnen, wieviel Ra-226 pro Liter in einem bestimmten Zeitraum wahrscheinlich entstanden sein wird? Ich weiß es nicht! Uran ist ein natürliches Element, ein Fakt, ja wenn man so will, ist es gottgegeben. Denn Gott der Schöpfer, hat alles erschaffen: Adam, Eva, die Sonne, den Mond, unsere Ideen und Träume, nicht nur Gold und Silber, nein auch das Uran. Uran lässt sich nicht wegdiskutieren. Und Krebs und Leukämie ist genauso natürlich, wie Geburt und Tod. Leider. Fastenzeit ist Zeit zum Nachdenken! Solange wir denken, leben wir noch! Übrigens lese ich gerade, dass Blei ebenfalls die Blutbildung schädigen kann. Da könnte mein Hausarzt ja denken, was bin ich so blöd und schlage mir die Nacht um die Ohren und lese das? Jetzt ist es aber genug! Gute Nacht zusammen! (dp) (1,75h) Linksammler:
Am letzen Samstag erzählte mir ein guter Freund, er habe in der Tagespresse vom Ableben eines bekannten Arztes gelesen, der vor fünf Jahren geglaubt hatte, von der Leukämie geheilt worden zu sein. Es kann leider jeden treffen. (dp)(0,1h) archiviert (tbid1945.369): (dp) 17.05.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh +4navi)) | ||||||