Verfasst am 12.01.2008 23:49:52 Uhr Parking position, Nofotogal, Linksverkehr, Preisvergleiche Ich bin wieder da! Das Jahr ist hoffentlich noch lange und wenn es so schön weitergeht, kann es gerne noch länger dauern. Habe soviel neues gelernt und mich dabei noch erholt. So macht das Lernen spaß! Manchmal war es positiver Stress, manchmal taten mir die Füße weh vom vielen Laufen auf diversen portugiesischen Wegespflastern. Aber wenn ich alles das, was ich Freund Reinhard in einer halben Stunde übers Telefon berichtet habe, niederschreibe, sitze ich in ein paar Stunden noch am Weblog-Verfassen. Im Unterschied zu Ryanair konnte man hier bei Air Berlin 5kg mehr Freigepäck mitnehmen und innerhalb einer 2-Personengruppe war auf dem Rückflug das Gesamtgewicht zweier Koffer maßgeblich. Eine Person hatte einen großen Tennisschläger und eine Art Geigenkasten plus Handgepäcktasche anstandslos mit ins Flugzeug nehmen können. Ryanair fliegt wohl auch nicht Lissabon direkt an. Air Berlin hat seinen Hauptstützpunkt in Palma de Mallorca, damit die Flugzeuge ausgelastet sind. Der Flug München-Lissabon und zurück ging im sogenannten Shuttle-Verfahren über diese Drehscheibe. Wer als Air Berlin-Kunde einen besonderen Essenswunsch für seinen Flug hat, kann dies vorher übers Internet reservieren lassen. Uns hat bei den Einzelflügen unter 2 Stunden Flugdauer das Standardessen und Trinken gereicht. In den meisten öffentlichen Institutionen herrscht aus Sicherheitsgründen Fotografierverbot. Wenn man also gerne Erinnerungsfotos von sich aus dem Urlaub mit nach hause mitbringen will, ist dies fast nur auf öffentlichen unorganisierten Freiluftflächen erlaubt. Sowie es ein Bahnsteig, Einkaufszentrum, Museum oder eine Kirche ist, heißt es meistens "no foto". Dafür wird von einem selber an allen nur möglichen Stellen ein Foto abgespeichert, da im Gegensatz zum Diskussionsland Deutschland dort fast jeder mögliche wertvolle Winkel überwacht wird. Sogar in den U-Bahnzügen sind in jedem Wagen mehrere Überwachungskameras, damit nicht ein Lausbub auf die Idee kommt, eine Kamera zu deaktivieren, weil dann die andere Kamera diese Untat registriert. Eigentlich könnte man seine Kamera zuhause lassen und von den diversen Überwachungsstationen die Herausgabe einer Kopie seiner eigenen Fotos erbitten. Während wir uns in Deutschland per Gericht darüber erhitzen, ob ein Nachbar seine Neugier über die Hausbesuche seine Nachbars überspannen darf oder nicht, wird dort jede Bewegung nicht nur mit Infrarotsensor registriert, nein eine Webcam ist immer dabei. Dann muss sich der liebe Spanner eben an die täglichen Knutschszenen seiner Exgeliebten gewöhnen. Erst dachte ich, auf den Stationen von U-Bahn und Eisenbahn herrsche Linksverkehr. Aber die Portugiesen haben nicht nur mehr Platz in den Wagen wegen der Breitspur, nein sie haben die Bahnsteige anders organisiert. Dort ist der zum Zug gehende und vom Zug kommende Fußgängerverkehr entzerrt. In Deutschland ist der Bahnsteig mitten zwischen zwei Gleisen in Hin- und Rückrichtung mit dem Vorteil, man kann aus dem einen Zug aussteigen und gegebenenfalls vom gleichen Bahnsteig in den nächsten Zug theoretisch "sofort" einsteigen und weiterfahren. Zumindest an den von mir besuchten Lissaboner U-Bahnstationen geht dies nicht. Dort hat jedes Zuggleis seinen eigenen Bahnsteig, weswegen dort zwei Gleise zwischen den Bahnsteigen angebracht sind, was lange Fußwege zum Anschlusszug zur Folge hat. Aber welche der beiden Organisationsformen unter welchen Bedingungen besser ist, bedarf wohl statistischer Untersuchungen. Die Spritpreise bewegen sich auf deutschem Niveau, auch bei Elektroartikeln ist fast kein Unterschied festzustellen. Ein Kuriosum ist aufgefallen: im Supermarkt im Einkaufszentrum "Vasco da Gama" am "Stadtrand" ist die Testware (Portwein) teurer oder nur mit Kundenkarte gleichteuer wie in Lissabons Innenstadt beim Weinhändler. Sogar im Altstadtzentrum ist's nochmals ein bisschen billiger gewesen. Vielleicht kann dies die Einkäufer-Stadtflucht ein wenig verhindern? Eine weitere Testware (Fotochip) kam beim Fotohändler in Lissabons Altstadt billiger unters Volk als ein paar hundert Meter weiter im großen FNAC-Einkaufszentrum. Dort hätte wieder eine Kundenkarte genützt, jedoch wäre ein 10%iger Rabatt immer noch teurer gewesen als beim leider nur portugiesisch oder etwas englisch-sprechenden Geschäftsinhaber. Die portugiesische Post hat sich ein besondere Freimarkengestaltung einfallen lassen: dort steht nur nur drauf, dass diese Marke z.B. für eine Briefsendung bis 20g nach Europa gilt, jedoch kein Euro-Gegenwert. Daher kann diese Marke die Inflation oder Gebührenänderung ohne Neugestaltung überleben und eine Provision an den Händler oder Mehrwertsteuer muss nicht deklariert werden. Aber wir haben hier in Deutschland mit der Einführung von Paketmrken etwas ähnliches vor und bald werden wohl auch andere nichtdeutsche Ideen abkopiert, wie ehedem die Adaption des Systems der Niederländischen Briefzentren auf die Deutschen Briefzentren. Resümee: dies war bisher meine schönste Urlaubsreise in 2008. Für heute genug! (dp) (1,25h) archiviert (tbid1898.359): (dp) 19.01.2009 (+0,2h (linkrep. +flagcounter +home.icon +w3c_LiCh)) | ||||||