Verfasst am 17.05.2007 01:53:01 Uhr Was ist denn los mit Würzburg? Gestern nachmittag machte ich mich auf den Weg. In Aschaffenburg habe ich meinen Plan, Würzburg zu besuchen, über den Haufen geschmissen. Der Grund: Stau ohne Ende auf der Autobahn von Frankfurt in Richtung Würzburg. Ob dies an dem Deutschen Musikfestivall vom 17. bis 20.5.2007 liegt, an dem bis zu 20000 (in Worten: zwanzigtausend) Musiker teilnehmen sollen? Ich mag gerne Musik! Habe selber mal Konzertgitarre spielen gelernt und darin schon als Schüer unterrichtet. Lange ist es her. Nun habe ich mir eine Blockflöte in einem Baumarkt gekauft, damit ich mir zum Schlafengehen den Tagesfrust abblasen kann. Düdeldödeldidelöö! Alternativ könnte bei so vielen Arbeitswilligen auch mal speziell bei dieser Dauerbaustelle mit verengten Fahrspuren "rangeklotzt und in die Hände gespukt" werden. Warum kann man nicht erst mal eine Baustelle und dann die nächste fertigmachen, anstatt überall den Verkehr zu behindern? Also bin ich kurzentschlossen auf einer für mich neuen Schnellstraße von Aschaffenburg in Richtung Miltenberg weitergefahren. Dies fand ich, war gestern meine beste Idee. Obernburg habe ich rechts liegengelassen, weil dort auch bei der Abfahrt und Ortseinfaht ein Stau auf mich wartete. Aber in Klingenberg, der Boxbeutel-Frankenrotwein-Stadt am Main und Spessart mit BurgRuine Clingenburg, ward ich gern gesehen. Dort stellte ich meinen 4rädrigen Untersatz ab und verweilte, Backwaren kaufte, Rosen fotografierte, spazierte, Weinberg erklimmte und Weinpflanzen bewunderte ich und hatte dann Mühe, nach einem feuchten Niederschlag über schmale, rutschige Weinbergtreppen ohne Bodenberührung unversehrt aufs Mainniveau herabzusteigen. Ein Wildgatter ließ ich mir von ortskundigen Festaktivisten (Weinberg in Flammen ab 17.5.) erläutern und probeöffnen. Ich finde, wenn das Elbetal und das Rheintal ein Unesco-Welterbe ist, warum ist es denn nicht das Maintal bei Klingenberg? Bloß, weil es nicht so berühmt ist? Die Ortschaft hatte wohl eine wirtschaftliche Baisse in den letzten Jahren, wie manche (nicht alle!) Häuser so an die DDR zur Wendezeit erinnern. Es kann also nur noch besser werden! Ich drücke den Winzern die Daumen für einen guten Jahrgang. Darauf fuhr ich 5km über Großheubach und weiteren 5km nach Miltenberg, der Stadt am Main und Odenwald. Sein Stadtbild war für mich das beste Antidepressivum bei diesem Wetter. Die erste Stunde kann man frei auf dem Parkplatz an der Mainbrücke parken, wohl wissend, dass bald eine weitere Mainbrücke ca.1km mainaufwärts fertig sein wird. Dann wird man fragen dürfen, welche Mainbrücke gemeint ist. Ich meine die alte Mainbrücke mit dem Torturm, an welchem sich auch das seit dem hessischen Großkrotzenburg erste bayrische Wanderwegsymbol "Römer-Limesturm" wiederfindet. Mir hat bei dem Dauerregen 1,25Stunde zur Stadtbesichtigung in Miltenberg gereicht. Im nächsten Jahr muss ich mal nachschauen, wann ich als Kind mit meinen Eltern zuletzt dort war; lang ist es her! Also "Würzburg hatte nicht sollen sein", hätte meine Oma gesagt. Nun habe ich nach der Rückkunft bei Freund Reinhard Erlebnisberichte ausgetauscht, denn er war ganz gefrustet mit 1stündiger Verspätung von seiner Wormsfahrt zurückgekehrt und hatte oft in diversen Staus gestanden. Bei ihm zuhause haben wir internet-recherchiert, und das Ergebnis ist mit Nachtrag1 überholt. Gute Nacht! Düdeldödeldidelöö! (dp) Nachtrag1 am 20.5.2007 um 23.10Uhr: Ergebnis der google-Recherche vom 17.5.2007:
Nebenwirkungen dieser Recherche:
Und was lernen wir daraus?
archiviert (tbid1350.252): (dp) 26.5.2009 (+0,1h (flagcounter +home.icon +w3c_LiCh)) | ||