Verfasst am 29.04.2007 23:26:22 Uhr Die Parklandschaft Schloss Rauischholzhausen Heute war mein Ausflug u.a. nach Rauischholzhausen angesagt. Früher vor der Gebietsreform in 1934 hieß die Ortschaft nur Holzhausen. Da gab es 1369 eine Familie Rau mit Ländereien (heutiger Schlossgarten) und so wurde mit dieser Gebietsreform ein neuer Kunstname Rauischholzhausen geboren. Dieser Ort gehört zur Großgemeinde Ebsdorf im Kreis Marburg-Biedenkopf. Der saarländische Eisen- und Stahlindustrielle Legationssekretär Ferdinand Stumm hatte mit Kriegen richtig Kohle gemacht und war ca. 20jährig in seiner Zeit einer der reichsten Menschen des Deutschen Reiches. 1873 kaufte er, einer von drei Brüdern des Industriellen Carl F. Stumm, dem "König von Saarabien" (Schloss Halberg bei Saarbrücken), große Teile vom Rauschen Besitz. Später (1888) sei er (um 1875 bereits Legations-Rath) wie seine Brüder (Familie von Kühlmann-Stumm, die Nachkommen des anderen Bruders Hugo von Stumm leben heute noch auf Schloss Ramholz bei Schlüchtern) von Fürst Bismarck noch geadelt worden. Ferdinand von Stumm, bereits 30jährig aus gesundheitlichen Gründen 1890 in den Ruhestand versetzt, konnte sich wegen seines Vermögens gute Landschaftsgärtner leisten und hatte auch 30 Lebensjahre Zeit, sich um die Weiterentwicklung der Parklandschaft zu kümmern, so dass das Projekt 1925 erst fertiggestellt war. Die ganze künstliche Landschaft wurde von einem Frankfurter Königlich-Preussischen Gartenbaudirektor Heinrich Siesmayer (1811-1900) entworfen, der auch für die Kreation
Damals war der Park ca. 50Morgen groß. Die Bäume sind schon sehr alt und groß. Sie wurden aber zu Hunderten auch damals schon im Erwachsenenalter hierher verpflanzt. Hiermit waren 40 bis 50 Leute volle drei Jahre vollzeit beschäftigt (von wegen Hartz4). ![]() Bild 1 zeigt den Garten aus einem der Fenster des Schlosses in nördliche Richtung aufgenommen. ![]() Bild 2 zeigt eine Aussschnittvergrößerung von Bild 1 um den See herum. Der Kegelberg am Horizont links neben dem Schornstein dürfte Amöneburg sein (o.Gewähr). Freund Reinhard hat mir mal ein Buch über Rauischholzhausen von Hitzeroth (Dr. Wolfram Hitzeroth Verlag, Marburg 1991), "Park und Schloss Rauischholzhausen", ISBN 3-89398-058-X zum Nachschlagen ausgeliehen. Da steht noch viel mehr ... (dp) archiviert (tbid1316.244): (dp) 26.5.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh)), 17.7.1009 (+1h (+Recherche + Probleme weg Yahoo!360-Ende)) | ||