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Verfasst am 09.02.2007 21:26:45 Uhr
Römischer Limes von Hungen nach Echzell - Teil 3
Fortsetzung vom 8.2.2007:

Habe heute in Hungen-Stadtteil Inheiden, Ecke "Holzbrückenweg"/"OVAG-Straße" geparkt. Die Fußwanderung startete in östlicher Richtung entlang der "OVAG-Straße" bis zum
LIMES-Wanderzeichen-gekennzeichneten Limes-Wanderweges aus Richtung Inheidener See. Weiter ging ich entlang des Limes-Wanderweges "OVAG-Straße" bis zum Bahnübergang, bog von dort nach links in ein kurzes Stück Limes-Wanderweg LIMES-Wanderzeichen entlang der Bahngleise ab und verließ den Limes-Wanderweg beim Ackerareal des unsichtbaren, ehemaligen Inheidener Kleinkastells.

Der Fussmarsch konnte, da heute kein Schneematsch mehr war, in nordöstlicher Richtung bis zum Hochwasserdamm des Horloff-Flüsschens fortgesetzt werden. Hoffentlich hat man sich etwas Sinnvolles dabei gedacht, dass der Hochwasserdeich nicht betreten werden darf? An der Elbe lässt man ihn sogar von Menschen und Schafen betreten!

Weiter ging es entlang eines "Auen"-Wäldchens in östliche Richtung, bis zum Knick des Horloff-Flüsschens. Hier soll der unsichtbare Römer-Limes vom fluss-jenseitigen Südhang herab zum Horloff-Fluss und von dieser östlichen, mit einem neuzeitlichen Erdhügel markierten Waldrand-Stelle weiter in südöstlicher Richtung quer durch ein heutzutage eingezäuntes Wiesen-Areal angelegt worden sein.

Am anderen Ende dieses Areal bildet der endlich wieder sichtbare bis zu ca. 7m breite Erddamm, der vielleicht zu Römerzeiten aus zwei einzelnen paralellen Dämen bestand, sowohl eine Art Hochwasserschutz als auch Grenze zwischen dem Wald- und Sumpf-Gebiet der Horloff-Niederung. Im diesjährigen fast schneelosen Winter fühlt man sich hier wie im Märchenwald: endlich seit dem Wald nördlich von Kloster Arnsburg sieht man nicht nur nichts (eine fiktive Limes-Vision), sondern ein reales Limes-Relikt, sichtbar an den hier besonders hohen Laubbäumen (evtl. Platanen oder Ulmen oder ... ? (habe ich nicht überprüft, aber vielleicht erkennt man es ja auf den Fotos)). Im Sommer würde man sich hier wahrscheinlich vor Mücken nicht retten können.

Wo sich die diversen Überschwemmungswiesen und -senken, Flussläufe und -seitenarme wieder zu einem Horloff-Fluss vereinen, folgt der nun leider wieder unsichtbar werdende Limesdamm flussabwärts dem Horloff-Verlauf bis kurz vor ein Gehöft ("Neumühle"). Von dort soll er über den Horloff-Fluss setzen und etwas in Richtung Osten zu einer Hungener Wochenendsiedlung "Wingertsberg" auf einer Anhöhe zwischen den Hungener Stadtteilen Trais-Horloff und Steinheim abknicken. Die vermutete Limes-Passage über die Kreisstraße K186 ist an dieser Stelle wieder von der JL-Universität-Gießen mit zwei Pfählen markiert worden.

Weiter bin ich entlang des evtl. wegen der Gülleüberdüngung blaugrün eingefärbten Horloff-Flüsschens bis zum Bahnhaltepunkt Trais-Horloff gegangen, wo ich gestern schon zu später Stunde war. Weiter ging es den gestrigen mit Römerturm LIMES-Wanderzeichen gekennzeichneten Hinweg entlang des Inheidener Sees zurück bis etwa zum Segelclub Inheiden LIMES-Wanderzeichen an der "Seestraße", dann durch die Wochenendsiedlung LIMES-Wanderzeichen bis zur "OVAG-Straße" LIMES-Wanderzeichen und dann nach Westen wieder in die Zivilisation entlang der "OVAG-Straße" zurück zum PKW.

Wander-Wegstrecke: 5.15 km, geschätzte Limes-Länge: ....km, Laufdauer: ....

Fortsetzung folgt

Später mehr; wann? (dp)
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