Verfasst am 28.01.2007 20:16:32 Uhr Wer macht im Leben immer gerne alles zweimal? In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts (Jahrtausends) wurde schon mal mindestens ein alkoholhaltiges Bier in den Arbeitspausen am Bau getrunken und so waren irrtümliche Versehen an der Tagesordnung. Wurde dann Pfusch am Bau entdeckt, so war ein Richt-Spruch des seligen Organisator einer Kriegsheimkehrer-Siedlung in Wetzlar: "Man muss im Leben immer alles zweimal machen." Meine Eltern wurden vertröstet, sie hätten ja einen Sohn und wenn der dann groß ist und eine Familie gründet, dann baut er sowieso nach seinem Geschmack alles um. Er hatte nicht ahnen können, dass sich Deutschland später trotz Wirtschaftboom mit ca. 4Mio. Arbeitslosen herumplagen muss und der Sohnemann froh sein darf, wenn er gerade mit seinem Einkommen über die Runden kommt. Also beschloss Sohnemann, anstatt sich einen Einzelplatz (für bis zu 475,-- EURO; wohl ein Stehpult?) oder einen Platz an einem 10er-Tisch (bis zu 1400,--EURO) beim Dresdener Opernballes zu gönnen (der trotz der Luxuskosten bereits ein halbes Jahr vorher ausverkauft ist), wieder auf Schusters Ledersohlen die Acker- und Feld-Wanderwege entlang des Limes zu testen. Das kostet nur ein bisschen Superbenzin und Autoverschleiss und man ist an der frischen Luft. Wie ich befürchtet habe, muss ich alles zweimal machen. Nach meiner erfolgreich absolvierten Tour von Butzbach nach Lich-Stadtteil Kloster-Arnsburg wollte ich den Weg-Anschluss in Richtung Hungen finden. Hierzu habe ich auf dem Waldparkplatz von Kloster Arnsburg geparkt. Dann bin ich den Weg durch das Klostertor nach links wieder durch den Hinterausgang zwischen den Klostermauern zum Fluss Wetter spaziert (ein Jogger kam mir entgegen), weiter zunächst über eine Brücke seines Mühlarms nördlich des Klosters, dann über eine Brücke der Wetter selbst, sich wieder links haltend also in nördliche Richtung bis zu einer Lichtung und Wegesgabelung, an der ich erstmals wieder das Wandersymbol "Limesturm" Also beschloss ich, wieder kehrt zu machen, zurück über den Baum geklettert, über die Wetterbrücken, wieder nach rechts abgebogen, in Sichtweite der Wetter entlang des mit dem "Limeswachturm" Was mir bei dieser Tour nicht gefiel war, dass der Fusswanderweg offensichtlich den Limesverlauf verlässt und zur Zivilisation (Muschenheim) verweist und dann ohne Anmerkung ("Anfang/Ende des Weges") offensichtlich endet bzw. beginnt. Ich vermute, dass politisch angedacht war, den Limeswanderweg in Muschenheim beginnen zu lassen und den Wanderer bis Butzbach zu führen, weil der Limes östlich von Muschheim wegen Ackerbau und Landwirtschaft auf weiten Strecken nicht mehr sichtbar ist. Jetzt fiel mir ein, dass es ja die TOP50-Karte des Landesvermessungsamtes in Hessen gibt, die ich nur jedem Interessierten wärmstens empfehlen kann, der dem wissenschaftlich bekannten Limesverlauf folgen und nicht irgendwo Schuhsohlen ablatschen will. Dort ist auch zu sehen, wo man heutzutage nicht entlanglaufen kann und wo ein Limes im Gelände nicht zu erkennen ist. Für zukünftige Limeswanderungen werde ich mir Detailkarten dazu ausdrucken und mitnehmen und irgendwann ein zweites mal an der Wetter mit dem nach vielen Etappen angedachten Fernziel Römerkastell Grosskrotzenburg am Main beginnen. Jetzt habe ich Hunger! Gesamtwanderzeit: 1h25min, Distanz (TOP50-Karte): 5.57km. ![]() Handeingezeichnet sind in die abgeblasste, jeder Top50-CD beigefügten, TOP1:1Mio-DeutschlandKarte...
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