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Verfasst am 18.01.2007 20:32:45 Uhr
Wir fahren bei jedem Wetter durch die sturmfreie Bude

Ich erinnere mich gut an den Slogan: "Wir fahren bei jedem Wetter!". - Wie wahr, wie wahr! Durch andauerndes Wiederholen wird es aber nicht wahrer. Wie sagte einer meiner ehemaligen, amerika-ausgebildeten Chefs: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern". "Sehe zu, wie jeder heimkommt oder auch verbleibt", oder wie Freund Reinhard immer zu fragen pflegt: "Wie verbleiben wir dann?" - "Ei, so verbleiben wir mal bis dann". Um kurz nach 18Uhr soll es über 90km/h in Gießen gewindet haben, da müssten eigentlich die Radarkästen auch bei umherfliegenden Verkehrsschildern den Verkehrssünder-Blitz auslösen? Vielleicht könnte man in Flensburg ein Punkte-Konto für Stürme einrichten und alle deutschlandweit gesammelten Sturmpunkte zusammenzählen.

Erst hieß es, die Windspitzen sollen Mittelhessen um 18Uhr erreicht haben, jedoch wird mit einer Verstärkung bis 21Uhr gerechnet. Also, kurz vor 20Uhr ist erst eine Mülltonne umgeflogen, nun liegt auch die 2. bereits flach, wohl ein Dokument des zunehmenden Winddruckes von Starkwind-Böen.
Eben gab es ein gläsernes Geschäppere hinter dem Haus (ob da wohl ein Blumentopf zerborsten ist?). An einer Winddruckfront zu wohnen hört sich ähnlich an, als wenn sich eine Meeresbrandungswelle auf einen zubewegt. Man hört ein fernes Grollen immer näher kommen und dann macht es plötzlich "Wuh" und die Fenster verbiegen sich und die Hauswand bebt. Na, die Nacht ist noch lang und am Dienstag (Vorgestern) fiel bereits der Strom in Gießen regional großflächig und für ca. 20min nach dem Hochschul-Tanzsport aus. Wenn jetzt noch die Überleitungsmasten umknicken, dann wird es wohl auch im Weblog "Gute Nacht!" - "Gute Nacht, Kyrill (=Name vom Unwetter), schlafe sanft ein!" (dp)
archiviert (tbid1109.210): (dp) 22.01.2009 (+0,15h (linkrep. +flagcounter +home.icon +w3c_LiCh))
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