Verfasst am 29.12.2006 15:14:53 Uhr Lichterketten mit der Digitalkamera aufnehmen Dies ist sogar mir schon immer schwer gefallen. Die besten Ergebnisse erzielte ich bisher mit der Analogkamera mit Negativfilm. Nun habe ich den Verdacht, die Einstellungen der Filmempfindlichkeit ASA auf den Digitalkameras hat irgendetwas mit der Blende oder Schärfe zu tun, vielleicht wird da auch nur softwaremäßig derart korrigiert. Hierzu meine zwei Fotos eines mit Leuchtröhren ausgeleuchteten Hinweisschildes zum DB-Bahnhof Gießen-Oswaldsgarten: Links: mit 80ASA ohne Stativ aufgenommen, rechts: mit 400ASA ohne Stativ aufgenommen. Man sieht nämlich zwei sich widersprechende Unschärfen. Im 80ASA-Foto ist der Schriftzug bewegungsunscharf (verwackelt) und trotzdem ist die Fläche um die Beleuchtung schärfer, enger begrenzt. Im 400ASA-Foto ist wegen der kurzen Belichtungszeit die Schrift gestochen scharf, nichtverwackelt, dafür aber die Fläche um die Leuchtröhren weitaus überstrahlt und damit unscharf. Vermutlich werden die Lichterketten also mit geringer ASA-Zahl und hoher Verwacklungsfreiheit (Stativ) besser als mit hoher ASA-Zahl und freihändig. Solange man allerdings die Blende nicht von hand einstellen kann, hat man überhaupt keine Kontrolle über das Gelingen/Misslingen solcher Objekte. Allein das Flattern der Lichterketten im Wind verlangt geradezu eine hohe ASA-Zahl, weswegen es wohl bei der gegenwärtigen Digicam "Fuji Finepix E500" bei zufälligen Schnapschüsssen bleibt. (dp) Nachtrag_1 am 29.12.2006 um 24Uhr: Alle Aufnahmen: Blende 29/10, Brennweite 4.7mm obere Reihe von links:
Später mehr... (dp) Nachtrag_2 am 30.12.2006 um 06.40Uhr bis 07.05Uhr: Alle Aufnahmen: Blende 29/10, Brennweite 4.7mm obere Reihe
(dp) Nachtrag_3 am 30.12.2006 um 19.10Uhr: Hier meine laienhafte Idee zu obigem Überstrahlungsproblem: bei hoher ASA-Zahl wird sehr viel kürzer belichtet als bei geringer ASA-Zahl. Das hat zur Folge, dass der Intensitätspeak (z.B. einer Gausskurve oder einer anderen Verteilung entsprechend), welcher irgend etwas mit den durch Belichtung aus der lichtempfindlichen Schicht herausgelösten Sekundär-Elektronen zu tun hat, schwächer ausgeprägt ist. Dadurch verringert sich das Signal- zu Rausch-Verhältnis wenn man annimmt, dass das Rauschen immer gleich hoch ist. Wird nun das Bild erzeugt, dann vermutlich wird das bei 400ASA wegen kürzerer Belichtungszeit gegenüber 80ASA schwächere Intensitäts-Signal um so mehr verstärkt, vermutlich mit Hilfe von Fast-Fourier-Transformations(FFT). FFT ist selber ungenau, daher aber ein schneller mathematischer Algorithmus. Die Ungenauigkeit in der Intensitätshöhe führt dann zur Ungenauigkeit des Farbpunktes in der xy-Bildebene, so dass dieser Farbpunkt dann über mehrere Pixel verschmiert (unscharf) wird. (dp) archiviert (tbid1087.207): (dp) 09.05.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh +4navi)), 11.5.2009 (+0,25h (+html-korr.)),04.8.2010(+0,03h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||