Verfasst am 25.12.2006 21:52:57 Uhr Alle Schotten dicht! Wasser marsch! Am 19.12.2006 hatte ich einen Reparaturanfall bekommen. Daraus wurde eine Wasserhahn-Reparatur mit vielen Hindernissen. Zum Glück hatte ich vor Weihnachten sogar eine Keramikfliesenfeile für andere Zwecke gekauft (und noch nicht benutzen können) und diese erwies nun ihre Nützlichkeit. Nachdem das neue Eckventil erneut gelöst und mit neo-fermit-Paste plus Hanfumwicklung wieder fest und sogar gasdicht verschraubt wurde, stellte ich fest: der Hahn passt zwar mit Mühe mit all seinen Schläuchen und Schrauben durch das Loch, aber ich hätte ihn schief montieren müssen, da das Loch eine Rautenform besaß und nun eine fast kreisrunde Form verlangt wurde. Ich kaufe mir doch nicht gleich zum Hahn ein neues Waschbecken? Dann passen doch die Wandhalterungen und Wandfließenlöcher nicht mehr und so weiter und so fort bis endlich ein neues Haus dasteht, was aber auf das Grundstück nicht mehr passt und man mir dann die Ausreise nahe legt, weil ich weniger als 40000,-- EUR deutsches Durchschnittseinkommen verdiene obwohl mir mehr zustünde. Also mit der Fliesenfeile ging es ganz gut. Erstaunt bin ich auch über die ungiftigen neo-fermit-Inhaltsstoffe: Öl, Talkum und Quarz (siehe Sicherheitsdatenblatt). Im Baumarkt hatte ich ja schon stundenlang probiert, wie alles zusammenpasst und welche Steckschlüsselgrößen ich brauche. Aber das beim neuen Hahn die Warmwasserseite links und meine Warmwasser-Zuleitung rechts ist, führt zwar zu einer Verknotung der Zuleitungen, ist aber kein Drama. Anstelle der Rohrleitungen kamen nun metallfaser-verstärkte Druckschläuche auf die Untertisch-Ventilausgänge. Ich rechne mal damit, in 10Jahren werden diese Schläuche undicht, weil dann der Kunststoff versprödet. Den Stöpselschieber-Stab habe ich zwar erneuert, obwohl unnötig, aber ich wollte den Hahn nicht wieder loslösen, was ich bei dem alten langen Stab hätte tun müssen. Dafür habe ich die neuen Abfluss-Teile noch belassen, denn vielleicht gehen die ein paar Jahre später kaputt und dann habe ich noch Ersatz. So, nun ist alles mal kalt durchgespült, der Durchlauferhitzer wieder ans Netz geschaltet und es kann wieder geduscht und Geschirr und Wäsche gewaschen werden. Danke an D., Dein Daumendrücken hat (etwas) geholfen. Jetzt hab ich Hunger auf Brokkolischnitzel. (dp) Nachtrag_1 am 26.12.2006 um 01.06Uhr: Herrlich ist es, nach dem Doppelschnitzel für 8,50 EUR plus 0,25lit. Apfelssaftschorle für 1,80EUR bzw. 0.25lit. alkoholfreises Gerstenbräu für 1,60EUR (welches mir dankswerterweise Freund Reinhard zu Weihnachten im berühmten "Gasthaus Zur Krone" (Lit.») in Leihgestern spendiert hat) ein kostenloses Duschbad zu nehmen, um den deutschen Gaststätten-Zigarettenmief aus den Haaren und der Kleidung und von der Haut zu bekommen. Der Geruchssinn ist zunächst erst mal betäubt und braucht eine Nachtruhe-Erneuerung (mal eine Vitamin C-Depotpille naschen), damit ich abends evtl. doch die Duftnoten der Tänzerinnen vom Weihnachtsball bewerten kann. Heute ist trotz Feiertag große Wäsche angesagt. (dp) Nachtrag_2 am 26.12.2006 um 10.50Uhr: Von wegen dicht!? Es gibt zwar keine Überschwemmung, aber alle paar Minuten tropft 1 Tropfen. Und es ist nur eine Frage der Zeit, wann daraus ein Strom wird. Also muss ich jetzt am Feiertag wieder in den Monteuranzug, den Durchlauferhitzer vom Netz nehmen, die diversen Hähne absperren, den Kaltwasserzuleitungsschlauch am Eckventil abschrauben, das auslaufende Wasser auffangen, das Eckventil selbst abschrauben, das Gewinde vom alten neo-fermit plus Hanf befreien, alles trocknen und wieder neu beginnen ... the same procedure than every day (?) ... Ich krieg die Krise! (dp) Nachtrag_3 am 26.12.2006 um 12.55Uhr: Ferndiagnose von Freund Reinhard: wahrscheinlich habe ich die Hanf-Locke diesmal zu dick auf das Gewinde des Eckventils aufgetragen, so dass sie sich beim Hereindrehen des Ventils herausgedreht hat. Kann sein! Mit dem Abdichten von Wasser hatte ich bei meiner Doktorarbeit schon zu kämpfen, weil es bei Schichten von wenigen Mikrometern keine zuverlässigen handelsüblichen Dichtungen mehr gab. Eine Unebenheit, dünner wie Haar auf dem Objektträger, und Wasser entweicht. Viele fragen nach dem Sinn des Lebens, nach dem, was Leben überhaupt ist. Keiner weiß es, auch ich nicht, aber vielleicht ist das Leben im mikroskopischen Maßstab der Auf- und Abbau von Wasserstoffbrückenbindungen. Es sind Bindungen, die das Eis hart wie Stein werden lassen und doch so weich sind, dass wir darauf Schlittschuhlaufen können. Sogar schweres Wasser D2O ist nicht nur 10% schwerer als normales leichtes Wasser H2O, es verhält sich auch mit seinen Adhäsionsfähigkeiten (Haftung auf Materialien) und damit Fließeigenschaften anders. Aber bevor ich hier weiter philosophiere... Ich weiß noch nicht, warum ausgerechnet die Hanffaser so praxisbewährt für das Dichten von Leitungen ist und bisher noch von keiner Synthetikfaser zuverlässig ersetzt werden konnte. Was ist da anders als bei einer Faser aus Wolle, Baumwolle, Stroh, Haar, Sisal, usw. ? (dp) P.S.: Inhaltsstoffe (dp) archiviert (tbid1082.206): (dp) 09.05.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh +4navi)), 13.5.2009 (+0,1h (+Link-korr.)),04.8.2010(+0,03h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||