Verfasst am 22.12.2006 22:31:36 Uhr Vom Immergrün zum Immerblau Bevor ich (weitere) Bilder zum Thema "was jetzt im Dezember blüht" fotografiere bzw. hier publiziere, ist mir heute in meinem "Hausier"-Bezirk gegen 12:31Uhr bei fotografisch optimal diffusem Licht folgenes aufgefallen: Das linke Foto entstand, nachdem ich zuvor die blaue Blüte anvisiert und dann die Kamera ausgelöst hatte. Das rechte Foto dagegen entstand, nachdem ich zuvor die graugemusterte Granit-Steinmauer (Bildmitte) in etwa dem Abstand Kamera-Blüte anvisiert und danach mit gedrückter Auslösertaste die Kamera zur blauen Blüte geschwenkt und dann ausgelöst hatte. Die hier publizierten Bilder sind verkleinert dargestellt. Die Kameraeinstellung der Fuji FinePix E500 war Nahaufnahme. Resumée: Die Farben des rechten Bildes stimmen mit der Natur überein. Ein ähnliches Experiment wiederholten Freund Reinhard und ich bei ihm zuhause mit anderen Kameraeinstellungen und mangels grauer Mauer mit anderen "Kalibrier"-Materialien. Das Hauptproblem eines Hobby-Bildbearbeiters ist es, sich zu überlegen, wie man von einem farblich falschen Foto (links) zum farblich korrekten Foto (rechts) mit Hilfe von Bildbearbeitung (z.B.: Photostyler, Photoshop) gelangt. Die Profis verraten das nicht und auch die Kamerahersteller schweigen sich darüber aus, weil (Zitat Reinhard) "wenn es so einfach ist, mit jeder Digitalkamera mit diesem Trick meisterhafte Bilder zu erhalten, geht der Umsatz in den Keller." Ich hatte ja schon festgestellt, dass bei Nachtaufnahme-Einstellung die Bildfarben eher stimmen als bei anderen Kameraeinstellungen, nur dass bei Nachtaufnahme eventuell die Belichtungszeiten zu lange sind. Daher ist diese Einstellung für Sportereignisse, wo es auf verwackelungsfreie Schnapschüsse ankommt, ungeeignet. Jedoch stimmen bei Sporteinstellung die Farben nicht. Dieses Problem werden Reinhard und ich als nächstes angehen. Ich hoffe bei "Hessen tanzt 2007" werden wir es wissen, wie man Sportbewegungen meisterhaft ohne großen Bildnachbearbeitungsaufwand fotografisch festhält. (dp) Nachtrag_1 am 22.12.2006 um 23.16Uhr: Und hier das erste Ergebnis:
(dp) Nachtrag_2 am 23.12.2006 um 00.15Uhr: Und hier das nächste Ergebnis:
Nachtrag_3 am 23.12.2006 um 01.10Uhr: Und hier das nächste Ergebnis anhand von Tonwertkurven (Helligkeitsverteilung in den Bildern):
Nachtrag_4 am 23.12.2006 um 08.15Uhr: Und hier das nächste Ergebnis anhand der Tonwertkurve zu jedem Fotos:
Nachtrag_5 am 23.12.2006 um 13.55Uhr: Und hier das spannendste Ergebnis, was Reinhard und ich schon immer wissen wollten: Oben: aus der oberen Fläche wurde ein Detail ausgewählt, abgebildet in der Mitte: man sieht bei Hochauflösung auch braune Anteile (evtl. eisenoxid-haltige Einfärbungen des Granitgesteins (o.Gewähr)); Unten: die Farbtonkurve ist hier tatsächlich eine gekrümmte Verteilung von Grau-Helligkeitswerten und nicht nur ein einzelner Strich für einen Grauton oder drei Striche für Weiss, Grau, Schwarz. Die Verteilung lässt im Mittleren Bereich eine zusätzliche schwachausgeprägte Schulter erahnen, die vermutlich aus dem Anteil der Brauntöne stammt. Es sind also hier mindestens 2 Verteilungen überlagert, wobei die der reinen Grautöne dominant (bestimmend) ist. Als nächstes gilt es die Art der Verteilung zu bestimmen. Vermutlich ist es eine Art Binomialverteilung. Man kennt sie aus Mathematik-Lehrbüchern meistens in links-rechts-vertauschter (y-achsengespiegelter Form), d.h. mit wachsendem x-Wert einen steilen Anstieg für y von 0 auf 1 (=100%) und dann ein allmähliches Abfallen der y-Werte. Vielleicht muss man auch mal unter dem Stichwort Schwärzungskurve recherchieren? (dp) Nachtrag_6 am 24.12.2006 um 19.40Uhr: Und hier ein Heiligabend-Ergebnis: Hier habe ich eine etwas dunklere Fläche ausgewählt und erwartungsgemäß wandert die rechtslastige Verteilung mehr nach links zu dunkleren Grauwerten. Aber prinzipiell ist aus dieser unsymmetrischen noch keine symmetrische Tonwert-Kurve (engl. "Custom Tone Curves") geworden. (dp) Nachtrag_7 am 24.12.2006 um 21.30Uhr: Und hier ein Heilige-Nacht-Ergebnis: Nachdem ich nun im Internet gefunden habe, wie man die Verschlimmbesserungen von Bildern wieder rückgängig machen kann (engl.: "to cancel the custom tone compensation"; siehe Linksammler), habe ich es gleich ausprobiert. Vorweg sei angemerkt, ohne entweder eine Referenz oder eine Auskunft über das (engl.) "gamma-Offset" der Grau-Tonwertkurve geht es nicht.
Nachtrag_8 am 25.12.2006 um 11.50Uhr: Und hier ein Weihnachts-Ergebnis: oben: Tonwert-Verteilung zum Originalfoto (gamma-offset(Photostyler=1) oben: Tonwert-Verteilung zum bildbearbeiteten Originalfoto · gamma-offset 0.5 oben: Tonwert-Verteilung zum bildbearbeiteten Originalfoto · gamma-offset 0.25 (das Verteilungsmaximum liegt links von der Grauwerte-Mitte) oben: Tonwert-Verteilung zum bildbearbeiteten Originalfoto · gamma-offset 0.27 (zum Vergleich ist eine Gauss-Verteilung blau-rot-punktiert eingezeichnet) Wahrscheinlich ist es müüühhsig (wenn jemand die Muse verspürt), die wahre Funktion(en) der (überlagerten) Verteilung(en) herauszurechnen, womit allerdings keine Rückschlüsse auf die einzelnen Bildpunkte möglich sind. Eine Zerlegung dieser Verteilung in mögliche Einzelverteilungen kann ohne ein (Fastfourier-)Fit-Programm nicht bewältigt werden. Es handelt sich hier um ein versteinertes Gemenge verschiedener Gesteinsarten, die eventuell durch vulkanische Explosion zunächst zerborsten und danach wieder unter hohem Druck und hoher Hitze zu einem Ganzen zusammengepresst und auskristallisiert sind. Es klingt plausibel, ist aber noch ungeklärt, ob der auf diese Weise gefundene gamma-Wert um 0.25 bis 0.27 der Kehrwert zu dem von der Fuji-FinPix E500 benutzte gamma-Wert ist. Demnach wäre dieses situationsbedingte (automatische) Fuji-gamma-Offset 0.37 bis 4 gewesen? Linksammler:
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