Verfasst am 16.11.2006 21:43:17 Uhr Das Blut Christi Soeben habe ich bei Freund Reinhard den Beitrag zum Leib Christi von Frausoundso gelesen. Kein Leben ohne Blut. Das ist wohl war. Also ging ich vor Jahren (Datum muss ich noch recherchieren) einmal zu einer Advents- oder Nikolaus-Andacht in die KHG in Giessen. Es war eine Gelegenheit, mal zu schauen, wer sich denn noch so alles dort hin verirrt. Denn Schäfchen brauchen ja einen Hirten. Und also ging bei einem der ehemaligen KHG-Priester, die inzwischen an anderen Kirchenämtern ihre Gläubigen behüten, nach der Predigt, an dessen Thema ich mich nicht mehr erinnern kann, auch der Messwein durch die Reihen. Diesen Messweinaussschank erlebt man sonst eigentlich nur bei den evangelischen (Hessisch-Nassauischen oder -Waldecker oder ...?) Kirchengemeinden zum dortigen Abendmal früh am Vormittag. In der katholischen Kirche sah ich seit Jahren den Messwein nur nach der Leib-Christi-Verteilung als Spülmittel des Hostien-Kelches, um dann gewandelt zum Blut Christi von den Priestern und den Kommunionhelfern verinnerlicht zu werden. Aber hier in der katholischen Hochschulgemeinde (Bistum Mainz) ging er von Gläubigem zu Gläubiger und fortan so durch alle Reihen. Ich war garnicht informiert, welchen Stoßseufzer man denn da von sich gibt beim Erhalt dieses kostbaren Lebenselexiers. Man will ja auch nicht unhöflich sein. Es soll der Messwein auch ein trockener Wein von der Marke naturbelassen und biologisch-vergütesiegelt sein. Also sagte ich ganz naiv auf die Nachhilfe-Parole "Das Blut Christi!" meines Überbringers, na was schon? - Richtig: "Danke schön!" - ... und das Gelächter und Gekichere wollte kein Ende nehmen (hätte ich lieber "zum Wohle sagen sollen?"). Ist doch auch mal schön, wenn es in der Kirche mal was zur Erheiterung gibt. Also ich hatte erhebliche Mühe, nach dem Schluck von einem derart trockenen Messwein meinem Nachbarn mit ernster Miene auch die Botschaft "Das Blut Christi!" mit auf den Weg zu geben. Ich glaube, andere Messweine habe ich nicht mehr erhalten. Tröste ich mich damit, dass ich nie im Leben Pfarrer werden wollte, hat diese Kostprobe nur bestärkt. Es geht hier auch nur um die Symbolik. Und ich maße mir nicht an, dass mein Geschreibsel hier das "Wort Christi" sei! Amen! In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass wohl gestern einer der ältesten katholischen Pfarrer in Baden-Württemberg in der Nähe von Konstanz mit 109Jahren gestorben ist (MDR-INFO-Nachrichten). "Gott sei ihm gnädig!" (dp) archiviert (tbid1026.194): (dp) 09.05.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +w3c_LiCh +4navi)),04.8.2010(+0,03h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||