Verfasst am 20.07.2006 14:47:42 Uhr Bilderbuchwetter Lehrbuchwetter über Wetzlar Das Wetter über Wetzlar war in den letzten Tagen Spitze! Hier mal ein paar unkorrigierte Stichprobenwerte von der Wetterstation des HLUG in Wetzlar, 154m ü.NN, also rund 118m niedriger als mein Wohnort. Bis zur Installation meiner eigenen Wetterstation wird es leider noch einige Wochen bis Monate dauern. ![]() ![]() Man sieht hier sehr schön, wie die relative Luftfeuchtigkeit fast ein Spiegelbild der Temperaturkurve ist und die Temperatur mit minimaler Zeitverzögerung glich nach dem Sonnenaufgang hemmungslos in die Höhe schnellt. Wer an der Solarenergiegewinnung interessiert ist, hat hier die Messkurven des besten Wetters (Best Weather Slopes), mehr geht wirklich nicht. Die tägliche Gesamteinstrahlung an Watt/m² kann man über die Integration der Einzelmesswerte erhalten. Nachträglich am 1.9.2006 um 18Uhr habe ich diese mit Hilfe von Staroffice-Kalkulation berechnet. Hierzu wurden die unkorrigierten tabellarischen Werte der MessStation Wetzlar in eine Spalte des Tabellendokuments übertragen, dort in jeder Zeile der Wert für den Untergrund (Nachtwert = 1 W/m²) abgezogen, wegen der halbstündigen Messungen jeder Messwert mit 0.5h multipliziert. Durch Aufsummieren ergaben sich Globalstrahlungsstärke-Werte für die Obersumme 8028.5 (W·h)/m² und für die Untersumme 7168.5 (W·h)/m², daraus für den Mittelwert 7598.5 (W·h)/m² und Standardabweichung 608.1 (W·h)/m², oder anders ausgedrückt 7.6(±0.6) kWh/m² am 15.7.2006 (Wetzlar).
Für Wetzlar ergeben sich aus der Mittelung über 48 unkorrigierte (Tag- und Nacht-) Halbstundenwerte 317 Watt/m² (15.7.2006) und 297 Watt/m² (18.7.2006) über den Tag verteilt; z.B.: 317 Watt/m² · 48 · 0.5 h = 7608 Wh/m², so dass man auch so den Wert für die mittlere Globalstrahlungsstärke errechnen kann.Nach der gleichen manuellen Integrations-Methode bestimmte Vergleichswerte (unsystematisch) für die Globalstrahlung:
In Wetzlar erhalten wir zur Zeit täglich über 7 kW/m². Der Spitzenwert müsste mit dem Sonnenhöchststand über dem nördlichen Wendekreis zu Sommeranfang am 21.6.2006 erreicht worden sein, jedoch wie war da das Wetter bzw. die Messgrafik? Gestört? Nicht lehrbuchhaft! Ob es an Wolken lag, die vor die Sonne gezogen waren? Jedenfalls auf beiden hier abgebildeten "Beinahe-Glockenkurven" deutet der Knick am morgendlichen Kurvenfuß auf Frühnebel oder Dunst oder Wolken hin. Etwas verwundert bin ich, dass sich für Arolsen ein höherer Wert ergeben hat. Ob das an der Höhe über NN lag? Dies müsste zu einem späteren Zeitpunkt mal nachgeprüft werden. Man beachte den Unterschied:
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