Verfasst am 14.03.2006 23:55:07 Uhr 30Prozent weniger Kinder Diskussion in der ARD-Fernsehsendung Maischberger: 30% weniger Kinder hat die heutige Generation, weswegen die Rentenhöhe der zukünftigen Rentner nicht gewährleistet ist. Wusste ich bereits seit Blüms Äusserung, dass es verfassungsrechtlich kein Recht auf die lebensnotwendige Höhe einer Rente gibt! Darf ich sagen, dass mir dieses Argument auf den Keks geht? Habe als Kind nicht davon geträumt, allein aufzuwachsen. Das hat sich so ergeben. Ich hätte mir so eine muntere Familie mit 3 Kindern erträumt. Nur, zu Zeiten von Willi Brand wurde 1Million Arbeitslose schwarz an die Wand gemalt. Heute malt man 5Millionen Arbeitslose mit einer jährlich prognostizierten Arbeitsmarktbelebung auf die TV-Scheibe. Eigentlich sind es fast doppelt so viele, die nur teilzeitig dahinfristen. Müssen in Zukunft andere Modelle wie die Familie erdacht werden, wie zum Beispiel Retortenbabies vom Fliesband, damit endlich wieder genug Kinder die Rentner unterstützen können? Neue sozialversicherungspflichte Jobs als Leihmütter der Nation? Da ja eine berufstätige Generation immer die Rentnergeneration stützt, fällt mir eben ein: an wen sind denn die ersten Rentenabzüge gegangen? Bei der generationenvertraglichen Schaffung des Rentensystems hat man den ersten potentiellen Anspruchsberechtigten doch bestimmt gesagt: "ihr habt nichts eingezahlt, also könnt ihr auch keine Rente erhalten". Der nächsten Generation hat man doch bestimmt die Rente mit den Worten schmackhaft gemacht: "Wenn ihr etwas abgäben würdet, dann werdet ihr auch etwas Rente erhalten." An wen sind denn diese ersten Rentenzahlungen geflossen, als das Vertragssystem staatlicherseits aufgebaut wurde? Welche wohlhabende Frau, die sich eine Familie wünscht, sucht sich denn einen Mann mit einem Monatseinkommen um die 350Euro? Was ist denn, wenn der berufstätigen Frau und Mutter etwas passiert, wie sollen denn die 350EUR des Mannes für eine 5köpfige Planfamilie (das wären rund 2Euro pro Person und Tag!) von heute reichen? Doch nur durch staatliche Zuschüsse, die wiederum nicht möglich sind, weil wiederum kein Geld da ist; und kein Geld ist da, weil keine Arbeit im Land gerecht verteilt werden kann und die Arbeit kann nicht gerecht verteilt werden, weil ... warum eigentlich? Warum müssen Spargelstecher sich das Kreuz ruinieren bei einer täglichen 7-stündigen Bückarbeit? Warum können sie nicht täglich 2Stunden diesen Knochenjob verrichten und anschließend etwas anderes machen? Weil sie nichts dazuverdienen dürfen? Damit sie immer dem Hauptarbeitgeber zur Verfügung stehen? Was ist das alljährlich ein Theater um die diversen Meldungen bei Ämtern und Kassen: "Jawohl ich will nur eine geringfügige Beschäftigung?" - "Nein, hab ich nie gewollt, ich wollte immer eine lukrative Beschäftigung, und diese sozialversicherungspflichtig", so meine naive Lebensansicht. Wenn man innerhalb einer Legislaturperiode von diesen 5Millionen Arbeitslosen herunterkommen will, müsste man 4Jahre lang bundesweit täglich 4000 neue Arbeitsplätze schaffen. Wer glaubt daran, dass dies möglich ist? Ich nicht! Eher werden täglich 4000 Arbeitsplätze gestrichen. Gute Nacht Europa! Darf denn die Berufsbezeichnung Arbeitgeber noch vollmundig geführt werden, wenn der /die Unternehmensverantwortliche keine Arbeit mehr geben kann?(dp) archiviert(tbid618.111): (dp) 07.04.2009 (+0,1h (+flagcounter +home.icon +Link-rep. +w3c_LiCh +html-korr.)),02.8.2010(+0,03h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||