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Verfasst am 11.10.2005 13:07:53 Uhr
Farbbildkorrektur & Simulation der Autokorrektur
Fortsetzung vom 10.10.2005

Der Zufall wollte es, dass ich nach ausgiebigem Herumprobieren endlich einen Weg gefunden habe, die Farbton-Autokorrektur zu simulieren.

Dazu habe ich mir die buchstabenfreie Fläche auf dem gescannten T-Shirt herausgesucht und als separates Bild herausgeschnitten. Von diesem leicht schattierten weinroten Bild, in welchem keine Textfarben der glagolytischen Buchstaben vorkommen, wurde über die gesamte Bildfläche anschließend die durchschnittliche Farbe mit Hilfe der Farb-Pipette (Aldus Photstyler) ermittelt: (Rot:Grün:Blau) = R:G:B = 159:31:52 . Nachfolgend wurde ein ausschnittgroßes Bild mit nur dieser Farbe vollgefüllt, der Photostyler-Menüpunkt "Graukorrektur" aufgerufen (Bild 1) und dort auf den Button "Automatik" (Bild 2)und dann "Vorschau" (Bild 3) geklickt.
Photostyler-Grauwertehistogramm zum geglätteten weinroten Hintergrund zu HUM_glagolyticAlphabet.jpg, (c)2005 Dr.D.Pagel, Wetzlar
Bild 1: schlecht erkennbar sind die scharfen Linien zu den x-Achsenwerten 31, 52 und 159
Photostyler-Grauwertehistogramm nach der Autokorrektur und vor der Vorschau zu vorangegangenem Bild, (c)2005 Dr.D.Pagel, Wetzlar
Bild 2: nach der Autokorrektur
Photostyler-Grauwertehistogramm nach Autokorrektur und Vorschau zu vorangegangenem Bild, (c)2005 Dr.D.Pagel, Wetzlar
Bild 3: die Vorschau
Photostyler-Grauwertehistogramm nach Autokorrektur, Vorschan und Abspeichern zu vorangegangenem Bild, (c)2005 Dr.D.Pagel, Wetzlar
Bild 4: Nachschau (erneuter Aufruf des Grauwertkorrektur-Menüs).

"Abrakadabra, simsalabim!", das Programm Aldus Photostyler hat mir gefühlsmäßig genau das, - wie ich finde - sehr schöne aber unechte Rot des mit Hilfe von DV4000-Digitalkamera aufgenommenen Fotos hingezaubert, passend zum Ereignis des Tages (heute am 11.10.2005 kommt ein Zauberer (Jan-Thomas Löwe) zum "Plaudern" auf das "Mathematische Sofa" in das Mitmach- und Anfassmuseum "Mathematikum" nach Giessen). Warum sollte die Digitalkameratechnik das Rad noch einmal erfunden haben?

Als nächstes müssen wir erst lernen, was im Einzelnen bei dieser automatischen Korrektur passiert ist, um sie rückgängig machen zu können bzw. die Schritte zu verstehen, damit aus den unechten knalligroten Farben des T-Shirtfotos die echten weinroten Farben werden:
  • Durch die Autokorrektur wurden die x-Achsen-Schieberegler für die Farbtonwerte (Grauwerte) automatisch an die äußeren Linien mit den x-Achsenwerten 31 und 159 gesetzt.
  • Die nachfolgende Vorschau zeigt die automatisch korrigierte Farbe an
  • Für die automatisch korrigierte Farbe gelten andere Grauwerte bzw. R:G:B-Werte. Die alten x-Achsenwerte (G:B:R=) 31:52:159 sind durch die neuen x-Achsenwerte 0:42:256 ersetzt worden.

1. Simulationsschritt: Angleichung der Hintergrundfarbe des Scans an die des Fotos.

  • Bild 5: Dazu wurden beide Ausschnitte nebeneinandergestellt: links das gescante Bild und die Mitte das Foto. In das Foto wurden zu Testzwecken ein schwarzes, ein graues und ein weißes Quadrat eingefügt. Zu diesem Gesamtfoto wurde das Grauwertkorrektur-Menü aufgerufen und das Grauwert-Histogramm rechts daneben abgebildet. Gemäß der im Vorangegangenen beschriebenen Autokorrektur wurden die Schieberegler der x-Achse des Grauwertbildes möglichst nahe an die x-Achsenwerte 31 und 159 gebracht (nicht gezweigt), dann auf "Vorschau" geklickt und das Vorschaubild als neues Bild abgespeichert.
  • Bild 6: Anschliessend wurde die Grauwerte-Nachschau durchgeführt: links das gemäß Autokorrektur veränderte Scan-Bild, in der Mitte das gemäß Autokorrektur veränderte bereits autokorrigierte Foto, darin die mittels Autokorrektur abgebildeten Testquadrate für Schwarz, Grau, Weiss, und rechts das vergrößerte Histogramm mit den korrigierten Grauwerten: schwarz ist schwarz geblieben (R:G:B = 0:0:0), weiß ist weiss geblieben (255:255:255), jedoch mittelgrau (127:127:127) ist hellgrau (190:190:190) geworden. In der mit Hilfe von Hardcopy abgebildeten Komposition der T-Shirtbilder mit der Grafik sind allerdings gegenüber den Originalgrautönen leichte Abwandlungen / Farbstiche zu entdecken: weiß (R:G:B = 255:248:255), hellgrau (R:G:B = 127:124:127), mittelgrau (R:G:B = 191:185:191).

[Photostyler-Grauwertehistogramm vor der Autokorrektur-Simultion, (c)2005 Dr.D.Pagel, Wetzlar]
Bild 5: vor der Korrektur
[Photostyler-Grauwertehistogramm nach der Autokorrektur-Simulation, (c)2005 Dr.D.Pagel, Wetzlar]
Bild 6: Nachschau nach der Korrektur.

(dp)

Fortsetzung folgtWann? Wo?
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