Verfasst am 05.10.2005 12:57:09 Uhr Mein UnTraum Es war heute früh nach getaner Arbeit und ich war noch so müde. Also gab ich mir einen Ruck und legte mich nochmal für kurz auf's Ohr. Als ich eine Zeitlang schlummerte, klingelte es und als ich an der Haustür halbverschlafen nachschaute, wer mich denn in aller Herrgottesfrühe um meinen Gesundheitsschlaf gebracht hat (muss ich mir doch mal einen Schalter in die Klingelleitung einbauen), da stand mein lieber Nachbar davor und wollte mir nur bescheid sagen, dass nun ein Loch in der Grenze sei. Mein Nachbar ist Schuster und kommt immer sehr früh vor der Geschäftsöffnungszeit in seine Werkstatt, und da ich wohl an kein Telefon gegangen war, hat er halt geklingelt um nach dem Rechten zu schauen. Ein feiner Kerl! Aber was er da nur meinte, Loch in der Grenze? Die DDR-Grenze war doch schon seit langem durchlöchert und garnicht mehr zu erkennen! Also machte ich mich outdoor-fertig und sah mal nach dem Rechten. Ach Du heiliger Bimbam. Fast die ganze Liguster-Hecke war schon gerodet, die die beiden Grundstücke von einander trennt. Meine Mutter hatte sie schon wegen Arbeitsüberlastung roden und einen Zaun errichten wollen, nun aber hatten die Heinzelmännchen ganze Sache gemacht. So muss ich doch demnächst mal ums Haus wieder etwas aufräumen, was da an Trögen, Blumentöpfen und Gartenmaterial so wild herumsteht, weil ich die ganze Zeit am PC wegen des Internets sitze, wie auch jetzt wieder. Ach ist mir das peinlich. Aber der guten Dinge waren das noch nicht genug. Bei Nachbars ist ein großer Holunderbaum, der schon über drei angrenzende Grundstücke ragt, um den sich aber niemand kümmert. Aber solange es niemand nützt, bleibt er stehen. Nun aber die Nachbarn eventuell davon naschen könnten, muss er weg. Dies hatte mir ein anderer Nachbar schon angekündigt. So ähnlich erging es früher einem SüssKirschenbaum. Er kam weg, da zu groß und für die Vögel so beliebt. Dafür wächst jetzt ein Ahorn wild. Aber das ging dann doch zu weit: nicht nur die Hecke war fast weg, sondern unser massiver Grenzzaun im Garten war platt, eine Gartenbaufirma brauchte wohl zwecks Rodung des Holunders eine befestigte Fläche für ihren kräftig am Holunderbaumstamm ruckelnden Bagger, damit er nicht im vom Regen aufgeweichten Boden versinke. Dazu hatte die Firma rund ein viertel meines Gartens schon mit groben Splitt geschottert, als wollten sie anschließend dort Parkplätze errichten. Ich wollte meine Wut schon beruhigen, indem ich bei dem übernächsten Grundstücksnachbarn klingeln ging, denn der kannte eine gute Rechtsanwältin. Das musste ich mir nun wirklich nicht bieten lassen, dass die Firma auf meinem Grundstück alles platt machte, bloß um bei Nachbars die Bäume zu roden, ohne mich vorher zu informieren und um Genehmigung zu bitten. Aber so doll ich auch klingelte, es machte niemand vom übernächsten Nachbarn auf. Dann fiel mir ein, dass der ja meine Klingelei gar nicht hören konnte, weil ich das ja eben nur geträumt hatte. Die Hecke, der Zaun und der Holunderbaum stehen noch da, wo sie immer standen, ebenso meine unordentliche sogenannte Dippe-Ecke hinterm Haus. Guten Tag! (dp) archiviert (tbid412.70): (dp) 22.12.2008 (+0,15h (+flagcounter +emoticon +home.icon +htmlCode-korr.)), 23.2.2009 (+0,1h (+w3c_LiCh)), 23.7.2010(+0,03h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||