Verfasst am 27.04.2005 18:47:55 Uhr Schülergerecht lehren, ist das nicht eigentlich selbstverständlich? Teil3 Fortsetzung vom 23.3.2005 Jetzt fängt es hier draussen zu gewittern an. Innerlich grolle ich auch, denn eben ist mir der freenet-Eintrag wieder wie von Geisterhand abhanden gekommen. Das verheisst nichts Gutes. Da lese ich heute in einer mir gesponserten Wochenzeitung Rheinischer Merkur Nr.10/2005, dass sich die Bund-Länder-Kommission (BLK) wieder eine neue kostspielige Testreihe an Schulen ausgedacht hat. Sie nennt es abgekürzt "sinus", doch wie man sich daraus das Versuchsprogramm "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts" herleiten kann, ist mir ein Rätsel. In den Jahren (1998-2003; 2003-2005; 2005-2007) wurden/werden (180; 749; mindestens 2*749) Schulen getestet. Das bisherige Ergebnis stimmt recht traurig: der Erfolg lässt sich nicht in Zahlen messen! Wie denn, oder besser überhaupt? Sprechen nicht die Unkosten eine in Zahlen kleidbare Sprache. Ein Misserfolg ist doch auch ein Erfolg?! Sonst würden doch nicht alle jungen Damen so hinter ihrer Misswahl her sein. So wird dann auch berichtet, dass gerade Mädchen durch Sinus an die Mathematik herangeführt werden. Und womit speziell? Na, mit Schoggolaaade!! An der Realschule Leinzell sollen die Schüler einen neuen Schokoriegel entwickeln, dazu Form, Gewicht und Volumen bestimmen, die Verpackung werbewirksam gestalten lernen und eine solide Kostenberechnung zwecks Gewinnoptimierung durchführen. Da fragte mich doch letzlich meine Auftaggeberin in Sachen vhs-Gießen, ob ich außer Kreide noch andere Unterrichtshilfsmittel benötige? Hätte ich den Artikel früher gelesen, wäre mir wohl Schokolade als notwendiges und gesamtdeutsch sanktioniertes Hilfsmittel eingefallen, aber leider muss ich diese jetzt mal gleich wieder einkaufen fahren und tschüss. (dp) archiviert(tbid149.13): (dp) 26.11.2008 (+0,45h (+Keywordsort. +flagcounter +emoticon +home.icon)), 21.7.2010(+0,03h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||