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Verfasst am 18.02.2005 15:18:56 Uhr
Humor ist Trumpf

Es ist zum Beispiel anhand einer Weblog-Adresse belegt, wie hilfreich oder gar notwendig es oft im Leben ist, einen Sinn für Humor entwickelt zu haben. Vielleicht ist es der Grund, warum immer wieder Männer es bei den Frauen so hoch einschätzen und diese trotz aller irdischen Laster dann zu den glücklichsten Ehefrauen gehören.

Dazu passt ein Artikel aus dem Merkur-Spezial des Rheinischen Merkur (www.merkur.de) (Link deaktiviert, da Bericht auch im Merkur-Archiv, welches offiziell alle Berichte seit Januar 2005 enthält, unauffindbar ist!) vom 3.Feb.2005 (Seite7), indem die Umfragen des Institutes für Demoskopie Allensbach aus den Jahren 1992, 1997 und 2001 gegenübergestellt werden: Allein schon die Überschrift "Humor siegt über Kompetenz" spricht Bände, wo doch unter den Qualitätsmerkmalen der Begriff Kompetenz garnicht auftaucht (ist wohl allein die Tüchtigkeit im Beruf gemeint).

Unter diesen Merkmalen wurden gegenübergestellt: Treue, Klugheit, Humor, gutes Aussehen, Tüchtigkeit im Beruf. Da die Summenangaben über die relativen Häufigkeiten von bewerteten Qualitätsmerkmalen weder 100% noch zwischen Männern und Frauen gleich sind, waren vermutlich Mehrfachnennungen bei der Umfrage erlaubt. Festzustellen bleibt trotz erkennbarer Schwankungen in den Balkendiagrammhöhen, dass sich prinzipiell im Laufe eines Jahrzehnts nichts in der gegenseitigen Wertschätzung zwischen Männern und Frauen geändert hat.

Im Einzelnen: wir Männer lieben Frauen, die (allein schon wegen der seelischen Gesundheit) in erster Linie treu sind (der Mensch ist ein Gewohnheitstier!), dann sollte die Frau von heute in zweiter Linie gut aussehen (scheinbar interpretieren Männer instinktiv das gute Aussehen der Frauen als für Nestpflege und Kinderaufzucht gesundheitlich belastbar), drittens ist uns Männern der Humor einer Frau gerade in Zeiten der hohen Dauerarbeitslosigkeit noch wichtiger geworden (bei beiden Geschlechtern mit steigender Tendenz) als die inzwischen an vierte Stelle gerutschte Klugheit einer Frau. Dazu fällt mir ein Sprichwort ein: die Hälfte aller Probleme löst man durch angestrengtes Nachdenken und durch die Umsetzung der durch Lebenserfahrung angesammelten Problemlösungskonzepte, die andere Hälfte der Probleme löst sich eventuell durch von uns Menschen unverstandenem Zufall (oh ein Wunder!) oder trotz noch so höchster Klugheit nie. Na dann bleibt noch der letzte Punkt (fünf) in der Wertung: die Tüchtigkeit einer Frau im Beruf ist den Männern trotz aller öffentlich vorgetragener Beschwichtigungen immer noch am unwichtigsten.

So nun zum schwachen Geschlecht: Die Treue der Männer zu Ihren Frauen ist das, was sie am meisten lieben. Zur Meisterung des Lebens in all ihren Situationen wird vermutet, dass Männer viel Klugheit und Lebenserfahrung brauchen, daher Rang zwei. Dass auch Männer bei all ihrer Klugheit einsehen müssen, mal ohne Panik zu versagen, erfordert Humor; wie bei den Frauen im mittleren Rang (drei) befindlich. Da die Frauen doch der erste Lebensquell der Kinder darstellt, wird trotz aller politischer Emanziptionsäußerungen von Frauen bei Männern eine um den Faktor drei höhere Bedeutung der Tüchtigkeit im Beruf zugemessen, als Männer diese Eigenschaft bei Frauen schätzen. Daher ist es verständlich, dass Männer, eventuell seit Jahren dauerarbeitslos, an die Grenzen ihres Selbstvertrauens stoßen, da sie ja von den Frauen nicht begehrt werden (na wenn Du Mann mich und meine Kinder nicht ernähren kannst, dann mach Dich vom Acker!). Mit Rang fünf wird das gute Aussehen der Männer von Frauen an den unwichtigsten Platz verwiesen, gerade mal 44% von der Bedeutung, wie Männer diese Eigenschaft bei Frauen schätzen (was nützt mir ein gutaussehender Mann!). In früheren Epochen ging es nicht ohne Blessuren bei Gewinnern und Verlierern, wollte eine Mann sich in seiner Umwelt behaupten. Ein zerkratzter, gar lumpiger Mann wird wohl in den instinktiven Phantasien einer Frau als für das Wohl der Sippe kämpfendes Individuum gewertschätzt, denn einer muss ja für's Grobe zuständig sein.

Jetzt wissen Frauen und wir Männer endlich, was wir schon immer wussten.

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