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Verfasst am 06.02.2005 22:24:51 Uhr
Testbericht eines frustrierten Digital-Enthusiasten / Teil2

Fortsetzung v.5.2.2005

Helau zusammen! Ja das mit dem Digi-Fieber ist inzwischen etwas besser geworden. Aber die Krankheit ist noch nicht auskuriert. Zu dem Beitrag (Teil1) von gestern ist zu ergänzen, dass es wohl die Kunst der Digital-Fotografie ist, immer irgendeinen, zumeist den hellsten Bildbereich als weiss zu definieren, selbst dann, wenn überhaupt kein weiss vorhanden ist. Das kann man als Knips-Friek (engl. Freak) fast nicht beeinflussen, es sei denn, man hält irgendwo ein weißes Blatt ins Bild und retuschiert es später wieder weg.

Dann hat die JD350 von Jenoptik noch zwei hervorstechende Merkmale, die einer genaueren Untersuchung bedürfen: die NORMAL- und die BEST-Einstellung. Als Laie will man natürlich ein Schnäpchen zum Besten und wählt Letztere. Um die Unterschiede hervorzuheben, hab ich zwei Bilder mit der gleichen Situation gegenübergestellt:

[Foto]

Im linken Bild wurde die favorisierte BEST-Einstellung und rechts die NORMAL-Einstellung gewählt (vergleiche auch: Bild v.25.5.2005). Es fällt auf, dass die tatsächliche Situation durch die NORMAL-Aufnahme am besten wiedergegeben wird, da dort der Bildinformationsgehalt am ursprünglichsten ist. Bei der BEST-Aufnahme wurde anscheinend mit Hilfe von Software sowohl Information unwiderruflich weggenommen als auch Information hinzugebildet, die niemals vorhanden war. Dies erinnert mich sehr an UFO's. Hier müsste man sie UBO's (unbekannte Bildobjekte) nennen.

Das BEST-Bild will uns wieder etwas-weiss-machen: zum Beispiel werden im oberen linken Drittel scheinbar weiße Pixel hinzugedichtet, damit man sich die zukünftige Besiedelungsdichte auf dem ehemaligen Gebiet der im letzten Jahrtausend wieder aufgelösten Großstadt Lahn an der Lahn in Mittelhessen vorstellen kann. Ich höre, wie sich gerade der neue Bürgerprotest formiert. Auch die Naturfreunde werden sich ob der verschwundenen Grün- und Brauntöne aufregen. Was so eine Weiß-Orgie im BEST-Bild noch alles anrichtet, sieht man im unteren Bilddrittel: die einzelnen Fensterfronten in der Hessenklinik werden unschärfer und der zwei Gebäudeteile trennende linke Lichtschacht, der zudem aufgrund der Sonnenstrahlung im Lichtschatten liegt, wirkt durch die zusätzlichen weiß-Pixel viel schmaler. Der südliche graue Betonturm vom Notfalltreppenhaus verschmilzt fast zu einer weißen Bildmasse mit der tatsächlich in weiß gehaltenen Fassadenverkleidung der Fensterfront des Mittelbaus.

Resumée: Halten wir lieber den Begriff BEST als unseren ehemaligen Landrat Best (Kreis Wetzlar) in Erinnerung, der mehr Positives für die Region vollbracht hat, als es die BEST-Einstellung von JD350 je(ndigital) zu suggerieren in der Lage sein wird.
[emoticon]
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