Verfasst am 08.01.2005 22:16:40 Uhr Frankreich und seine Familien-Namen , TEIL2 Fortsetzung v. 7.1.2005 So wie es meine knappe Zeit zulässt, wird hier nach und nach der Text aufgefüllt bzw. auf nachfolgend weitere Tagebuchdaten verteilt. Anmerkung zur Verlinkung auf Anker ab hier ausführlich:2.b.1: Die Ursprünge der französischen NamenMehrere Völker haben bei der Bildung der französischen Namen ihre Spuren hinterlassen. Wenn die wichtigsten (Völker) dies machten, indem sie kolonisierten oder indem sie unser (französisches) Territorium besetzten (Gallier, Römer, Germanen), haben andere diese letzten (Okkupanten, Landesbesetzer) als Vermittler benutzt, indem man ihre (der Okkupanten) Namen beeinflußt hat (durch Hebräer, Griechen) , bevor diese unsere beeinflußten. Schließlich wurde die letzte Etappe dieses Vorgangs mit der alten Form unserer eigenen (französischen) Sprache verwirklicht. 2.b.1.1: Hebräischer UrsprungDie hebräischen Namen gehören zu mehreren anderen semitischen Sprachen wie die der Phönizier, der Aramäer, der Syrer, der Moabiter, usw. . Mehrere von diesen Namen sind alt und ihr Sinn bleibt dunkel. Einige erwähnten physische oder moralische Besonderheiten, wie zum Beispiel "Laban" (dts."blond" oder "weiß") oder "Salomon" (dts. "der Friedliche, Friedliebende"). Andere waren Namen von Tieren oder von Blumen, wie "Jonab"(dts. "die Taube"), "Rachel" (dts. "das Schaf"), "Suzanne" (rz. "lys"; dts. "die Lilie"). Andere hatten noch variierte Bedeutungen, wie z.B. "Anne" (frz. "bienfaisante"; dts. "die Wohltuende/Wohltäterin"). Viele semitische Namen enthielten einen gottbezogenen Namen: man nennt sie "theophore Namen"; es sind zusammengesetzte Namen, in denen das "Gott" bedeutende Element oft "el" ist (siehe span. Artikel "el", dts. "der"), und manchmal "iahouh" (engl. "yahoo"), wie z.B. "Samu-el" (dts. "Gott versteht meine Bitten") und "Mathieu" (dts. "der Gottmensch"). Man findet zahlreiche symbolischen Namen wie "Abel" (dts. "Sohn") sowie einfache Namen und Zusammensetzungen mit Mystikcharakter: "Jakob" ist zum Beispiel (frz.) "Jacques" (dts. "jener der Gott folgt") geworden. Nach und nach erschienen ausländische Namen in der hebräischen Anthroponymie (Lehre von der Menschenbenennung). Babylonische Namen wurden so während der Gefangenschaft der Hebräer in Babylon angenommen. Der Gebrauch des oft ausländischen Beinamens entwickelt sich spät. Vom christlichen Zeitalter an sind bestimmte hebräischen Namen, deren Bedeutung offensichtlich war, (zunächst) in griechisch, dann in lateinische übersetzt worden. So ist aus "Nathael" "Theodor" (=gr.; dts. "Gottes Gegenwart") geworden; aus "Cephas" (dts. "der Felsen") ist (zunächst) "Petros" (gr.), dann "Petrus" (lat.) und schließlich "Pierre" (frz.) geworden. Dank dem Christentum und mit der Verbreitung der Schrift haben sich die hebräischen Namen überall in der Welt verbreitet. Diese Namen haben eine unermessliche Rolle bei der Geschichte der Personennamen gespielt. Die hebräischen Namen stellen ungefähr 3.3% der Namen dar, die in Frankreich getragen werden. 2.b.1.2: Griechischer UrsprungDie griechischen Namen sind in ihrer derzeitigen Form in der Nähe des 4.Jh. erschienen. Die alten (Griechen) trugen nur einen einizigen Namen, individuel und lebenslänglich. Die Mehrzahl dieser Namen waren alte Beinamen, die eine Qualität oder einen Fehler, irgendeine, physische oder moralische Eigenschaft ausdrücken, wie zum Beispiel "Agathe" (dts. "die gute Frau") oder "Aristide" (dts. "der Beste"). Vom christlichen Zeitalter an machten die metaphorischen Beinamen Platz solchen Beinamen, die auf dem Modell dieser (welcher ??) Skalven gebildet wurden: "André" der Name eines Skalven bedeutet "männlich". Familiennamen unter den edlen Familien hatten sich in den ältesten Zeiten (vor dem homerischen Zeitalter) mittels eines Suffixes gebildet, das dem Namen des bekannten Vorfahren hinzugefügt wurde, von dem sie (die Familien) behaupteten, abzustammen: "Atrides" von "Atrée", "Héraclides" von "Héraclès", usw. .. Trotz ihrer Originalitäten und ihrer Vielfalt konnten die Namen Verwirrung stiften. Deshalb hatte man die Gewohnheit, mit dem individuellen Namen jenen des Vaters (oder Genitiv) und jenen des "Deme" (=gr.; dts. "Distrikt"), dessen der junger Athener angehörte, zu verbinden. Diese griechischen Namen haben zahlreiche Vornamen und einige Familiennamen abgegeben, die von "Nicolas", "Georges" oder "André" abgeleitet werden. Die griechischen Namen stellen ungefähr 2.1% der verschiedenen Namen dar, die in Frankreich getragen werden. 2.b.1.3: Lateinischer Ursprung:Um die Personen zu unterscheiden, die den gleichen individuellen Namen tragen, haben die Römer auf Beinamen zurückgegriffen, die erblich geworden sind. Vom ältesten Zeitalter an trägt der (nicht-skalvische) freie Römer einen Vornamen (lat. pränomen) und einen Familiennamen (lat. gentilice). Der "Gentilis" ist der hervorragende Name, der allen männlichen und weiblichen Individuen der Abstammungslinie, ihren Freigelassenen und ihren Klienten gemeinsam ist; die "Gens", Familie im weiteren Sinn des Wortes, gruppiert alle Familien, die von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen (Erläuterung und Übersetzung zu diesem Absatz: Dr.D.Unverzagt).
Später besitzt der römische Bürger zwei Familiennamen. Von nun an trägt er neben dem "gentilice" den Namen seines Familienzweiges, gemeint ist seine Familie in ihrem engeren Sinn: es ist das "cognomen" (frz. "secondnom"; daher engl. "second-name"). Der römische Bürger verfügt so über drei Namen, zu denen man eventuell den persönlichen Beinamen, das "agnomen" oder den "persönlichen Spitznamen" hinzufügen muß. "Scipio" der Afrikaner, Sieger über Hannibal bei Zama in 202 v.Chr. hieß (mit all seinen Beinamen) "Publius Cornelius Scipio Africanus". Dieses Beispiel zeigt, dass der Name des Personals(/der Sippe) immer den zweiten Platz einnahm, wenn der Vorname ausgedrückt wurde (mein Einwand: ich denke, das cognomen steht an zweiter Stelle ??). "Manius", das vom "mane" (=lat.; dts. "Morgen") kommt, war der dem am Morgen geborenen Kind gegebene Name. Man kann ebenfalls andere Beispiele wie "Marcus" (dts. "der Hammer"), "Paulus" ("klein"), usw. ... zitieren. Die Personal-(/Sippen-)Namen, die "gentilices", sind fast alle alte Spitznamen von landwirtschaftlichen Beinamen wie zum Beispiel: "Aemilius" (dts. "der Gegner"), "Aurelius" (dts. "jener der glänzt"), "Fabius" (von lat. "faba" (dts. "Bohne"); dts. "der Bohnenerzeuger"), "Hortensius" (von lat. "hortus"(dts. "der Garten"); dts. "der Gärtner"). Die Namen der Familien sind auch alte Beinamen, die erblich geworden sind. Sie mussten ursprünglich eine Qualität oder eine physischen oder moralischen Eigenart charakterisieren oder einen Hinweis auf Verwandtschaft geben, wie zum Beispiel bei "Albinus" (dts. "von Färbung weiß"), "Avitus" (dts. "der Großvater"), "Balbus" (dts. "stammelnd, stotternd"), "Regulus" (dts. "kleiner König"), "Varus" (dts. "der , welcher nach außen gebogenen Beine hat; also o-Beine"). Diese System von drei oder vier Namen ist mit dem Fall von Rom im 5.Jh. zu Ende gegangen. Die lateinischen Namen sind in Frankreich sehr zahlreich. Sie stellen fast 30% der getragenen Namen dar. 2.b.1.4: Gallischer Ursprung:Die gallischen Namen sind die ältesten von unserem (französischen) Land. Sie bezeichneten früher die Flüsse, die Berge, die Täler und die Wälder des antiken Gallien. In Anbetracht der verschiedenen Invasionen, die diese Region während ihrer Geschichte erfahren hat, können sich (nur) wenig Franzosen darauf berufen, einem wirklich authentischen gallischen Namen zu haben. Die gallischen Namen verteilen sich in zwei verschiedenen Kategorien:
Mit der römischen Expansion hat sich das römische Namensystem auf Gallien und auf die Schweiz ausgedehnt und daher also Mischungen zwischen lateinischen und gallischen Namen verursacht. Deshalb findet man noch momentan in den französischen Namen Prefixe (Vorsilben) oder Suffixe (Nachsilben) der beiden Kulturen wieder. Ungefähr 3% der Namen, die momentan in Frankreich getragen wurden, sind gallischen Ursprungs. 2.b.1.5: Germanischer Ursprung:Ihr Ursprung geht zurück auf die germanischen Invasionen, die Gallien im 4. und 5.Jh. betroffen haben. Diese Namen sind von den Bevölkerungen als Taufnamen, durch Nachahmung der "Sieger und neuen Herren" angenommen worden, wie z.B. "Hrodberht" (dts. "glänzender Ruhmvoller", "Robert" ) oder "Richard" (dts. "der stark herrscht"). Somit hat im 9.Jh. die Quasi-Totalbesatzung vom nördlichen Frankreich einen Namen germanischen Ursprungs angenommen. Im Süden und besonders Südosten war der römische Einfluss älter und stärker: die germanischen Harmonien sind dort also weniger anwesend.
Die Namen germanischen Ursprungs stellen einen großen Teil der Familiennamen dar, die momentan in Frankreich bestehen. Sie repräsentieren davon fast 21%. 2.b.1.6: Alt-Französischer Ursprung:Das alte Französisch ist eine Sprache, die von der Volksform des Latein kommt, und die sich um Beiträge verschiedener Sprachen wie jenen der germanischen Aggressoren, Sachsen, Spanier, Italiener oder Flamen bereichert hat. So wurde die von den Gallo-Römern gesprochene Sprache zuerst wesentlich durch die Franken geändert. Die alt-französischen Namen stellen momentan die in Frankreich am meisten getragenen Namen dar, mit ungefähr 34% sind diese Namen noch präsent. Das erklärt sich durch ihr spätes Aufkommen im Vergleich zu den anderen Namenkategorien. Ihre systematische Erfassung auf den Personenstands-Verzeichnissen, welche das soziale Leben in Frankreich zu rythmisieren begannen, hat es erlaubt, sie (die altfranzösischen Namen) zu bewahren, ohne zu große orthographische Verformungen zu erfahren. Übersetzung mit Hilfe vom google-Translator und Langenscheidts Taschenwörterbuch (dp)
Fortsetzung folgt ANMERKUNG: Ersetzung von BLINK-Tag durch U-Tag. (validome.org sei dank!) archiviert (tbid52.2): (dp) 19.01.2006, 16.11.2008 (+0,65h(+keywordsortierung +flagcounter +emoticon +ent-BLINK-t)), 21.11.2008 (0,03h (+home.icon)), 19.01.2009 (0,2h (+w3c_LiCh)), 16.7.2010(+0,05h(-validome.org+w3c_HTMLch)) | ||||||